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Nesslau
23.11.2021

Siegreiches Wochenende für die Nesslau Sharks

UHC Nesslau Sharks NLB Damen Bild: UHC Nesslau Sharks
Nach dem gewonnen «Säntisduell» gegen den UH Appenzell am Samstag gelang den Toggenburgerinnen auch am Sonntag im Wallis ein Sieg. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen klettern sie in der Tabelle auf den fünften Rang. Dies ist die beste Klassierung in der Vereinsgeschichte.

Die Sharks fanden nicht so recht ins Spiel, in der 14. Und 16. Minute erhöhte R. Graf mit einem Doppelschlag den Score von 1:0 auf 3:0 für Appenzell. Die Sharks präsentierte sich völlig ab der Rolle, das Startdrittel endete schliesslich mit einem 0:3 Rückstand. Nach einer deutlichen Pausenansprache und einigen Rotation zeigten die Sharks nun endlich eine Reaktion. Das Sharks-Trainerduo Zimmermann/Bischof wies seine Spielerinnen in der Kabine offensichtlich an, etwas offensiver zu agieren. Die Gastgeber taten in der Offensive nun einiges mehr. Entschlossen traten die Nesslauerinnen im 2. Drittel auf, kurz nach Wiederanpfiff gelang Darina Wittenwiler auf Pass von Sandra Scherrer der wichtige Treffer zum 1:3. Die Sharks waren fortan im Spiel und kreierten gefährliche Torchancen, gleichzeitig hielt die Defensive den Konterangriffen von Appenzell stand. Die Sharks legten nun mehr und mehr den Respekt vor dem Vizetabellenführer ab und rückten vermehrt in die Offensive vor. Im Powerplay gelang Karin Scherrer mit einem flachen Schuss nach schön herausgespielter Powerplay-Kombination der Anschlusstreffer, durch Vorlage von ihrer Schwester Bettina Pfiffner-Scherrer. Kurz vor Drittelpause war es dann die Topscorerin höchstpersönlich Bettina Pfiffner-Scherrer die das Spielgeschehen wieder ausglich, ihr gelang ein wunderschöner Backhand Treffer zum verdienten 3:3. Was für eine Reaktion der Sharks, mit diesem positiven Vibe ging es dann zum Pausentee. Nesslau zeigte sich im letzten Drittel gewillt, das Skore auf seine Seite zu drehen. In den Startminuten des dritten Drittel neutralisierten sich die Teams, das Spiel verlief ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Als sich dann für die Sharks im Powerplay die Möglichkeit ergab in Führung zu gehen, liess sich das bekannt effiziente Sharks-Powerplay diese Chance nicht entgehen. Karin Scherrer versenkte Mustergültig auf Vorarbeit von Bettina Pfiffner-Scherrer die Kugel im Tor der Appenzellerinnen, da war sie die erste Führung in der 47. Minute für die Nesslauerinnen. Just mit diesem Treffer weckten die Toggenburgerinnen aber die gelb-schwarzen Gäste und wurden selbst erstaunlich passiv. Die gut organisierte Sharks-Abwehr machte aber souverän vorerst alle Chancen zunichte. Was trotzdem durchkam, parierte Martina Cerny im Sharks-Kasten. Die Defensiv spielstarke Daniela Brunner zog es immer mehr in die Offensivzone, dort lancierte sie die schnelle und ballsichere Sandra Scherrer, diese verwertete das Zuspiel eiskalt zum 5:3 für die Gastgeber. Die Appenzellerinnen trafen aber tatsächlich kurz vor Schluss zum Anschlusstreffer, aber die Sharks liessen keine Hektik aufkommen denn nur 40 Sekunden später stellte Tamara Grob auf schönem Zuspiel von Sandra Scherrer den zwei Tore Vorsprung wieder her. Und diesen Vorsprung verwalteten die Gastgeber souverän und mit einer unfassbaren Moral ist es dem Team gelungen ein starkes Appenzell zu besiegen. Nach einem desolaten 1. Drittel und daraus resultierenden 0:3 Rückstand, kämpften sich die Sharks zurück in die Partie und gewannen zum Schluss verdient mit 6:4, herzlichen Glückwunsch zu dieser beeindruckender Teamleistung der erste Sieg gegen UH Appenzell ist nun Tatsache.

Mit dem Zug ging es am Sonntag ins Wallis, um dort auf das am Ende der Tabelle liegende Visp zu treffen. Die Trainer stellten die Spielerinnen aber auf einen harten Kampf ein, welcher es dann auch wurde. Trotz des frühen Führungstreffers von Sandra Scherrer wollte der Fluss nicht ins Spiel kommen. Es war Karin Scherrer die kurz vor der ersten Drittelpause zum 2:0 erhöhen konnte. Auch im zweiten Drittel war das Spiel ein reiner Kampf und der Anschlusstreffer der Visper Lions machte die Situation nicht gemütlicher. In der 34. Minute war es Simone Wyssen, die einen Abpraller der Walliser Torfrau verwerten konnte. Auch Daniela Brunner trug sich mit einem gezielten Weitschuss noch auf der Scorerliste ein. Mit einem komfortablen 4:1 ging es ins letzte Drittel. Dort war es erneut Daniela Brunner, die einnetzte. Den Schlusspunkt unter ein verknorztes Spiel setzte Vroni Strübi mit Sonntagsschuss zum 6:1 Schlussresultat. Es war eines dieser Spiele, die nicht schön anzusehen sind und auch nicht viel Spass zum Spielen machen. Viele harte und nicht immer fair geführte Zweikämpfe und wenig schöne Kombinationen hinterliessen einen gewissen fahlen Nachgeschmack. Doch wenn man diese Spiele am Ende doch so deutlich für sich entscheiden kann, ist man auf dem richtigen Weg.

Melanie Roth, UHC Nesslau Sharks