Home Region In-/Ausland Sport Rubriken Agenda
Sport Regional
26.10.2021

Der Tabellenführer zu Gast in Wattwil

Die Mobiliar-Topscorerin Sabryn Roberts zeigte eine starke Leistung und war kaum zu bremsen. Bild: Markus Imthurn, Wattwil
Erneut empfingen die Toggenburgerinnen einen hochkarätigen Gegner in der Riet-steinhalle. Seit Jahren gehört das Team von Sm’Aesch-Pfeffingen stehts zu den Titelfavo-ritinnen. Gewonnen haben sie die Meisterschaft jedoch noch nie. Trainer Andreas Voll-mer schickt sich erneut an, den Titel ins Baselbiet zu holen und hat dafür wieder ein ganz starkes Team zusammengestellt. Gegen solch starken Neuzuzüge wie Pierret, van Rooij oder der Kanadierin Bélanger werden es die Wattwilerinnen schwer haben, Punk-te zu erzielen.

Volley Toggenburg hält im ersten Satz gut mit

Sm’Aesch-Pfeffingen schien an diesem sonnigen Nachmittag nicht lange mit der Heimreise auf sich warten zu wollen und übernahm gleich das Spieldiktat. In der Tat bekundeten die Wattwilerinnen Mühe mit dem Tempo, welches die Gegnerinnen anschlugen. Die Blockarbeit funktionierte zu Beginn nicht gut, sodass Aesch einen Vorsprung von 7-12 erarbeiten konnte. Was dann folgte war eine Glanzleistung der heimischen Aussenangreiferin Sabryn Roberts. Erst punktete sie mit einem kraftvollen Angriff über rechts. Gleich danach hämmerte sie unter dem Raunen des anwesenden Publikums vier Sprung-Services ins gegnerische Feld, womit Aesch gehörig unter Druck geriet. Zusammen mit der stark aufspielenden Mittelblockerin Joanna Mazzoleni glich das Heimteam sogar zum 15-15 aus. Auch wenn die Baselbieterinnen wieder in Führung gingen, so blieb Volley Toggenburg, vor allem dank Roberts, dicht an den Fersen der Favoritinnen dran. Überraschend knapp ging der erste Satz mit 22-25 verloren, zumal Wattwil in der Defensive Schwächen offenbarte.

Die liebe Mühe in der Annahme

Das Volley Toggenburg den zweiten Satz deutlicher verlor (17-25) lag in erster Linie an einer Mittelblockerin mit Namen Tarah Wylie. Die 195cm grosse Amerikanerin von Sm’Aesch-Pfeffingen war den ganzen Satz hindurch omnipräsent. Wuchtig waren ihre Blocks, gefürchtet ihre schnellen Angriffe. Doch richtig ins Schleudern gerieten die Wattwilerinnen hauptsächlich wegen ihres unberechenbaren Aufschlags. Beim Stand vom 9-13 servierte Wylie nach Belieben und liess die Defensive der Toggenburger ganz schlecht aussehen. Kurze Zeit später stand es 9-18 womit der zweite Satz natürlich gelaufen war. Obwohl sich die Toggenburgerinnen wieder fangen konnten, waren sie zu mehr als Resultatkosmetik nicht in der Lage.

Der dritte Satz startete sehr ausgeglichen. Angeführt von Roberts hielten die Wattwilerinnen den gegnerischen Angriffen, die mittlerweile durch Bélanger verstärkt wurden, stand. Ja mehr noch. Eine erneut starke Serviceserie von Roberts und ein wuchtiger Angriff von Mazzoleni sorgte für die zwischenzeitliche Führung zum 11-9. Eine Überraschung schien sich anzubahnen, ehe bei den Gästen die erst 18-jährige Tabea Eichler zum Service antrat…

Dank den variantenreichen Aufschlägen der jungen Schweizerin und einer ganz klar ungenügenden Leistung in der Annahme der Wattwilerinnen zogen die Gäste zum vorentscheidenden 15-22 davon. Das Spiel war damit gelaufen. Madlaina Matter verwertete den zweiten Matchball zum 16-25.

Licht und Schatten bei Volley Toggenburg

Natürlich war Sm’Aesch-Pfeffingen die klar die bessere Mannschaft. Und Punkte gegen diese Mannschaft zu erwarten, ist vermessen. Vielleicht wäre heute dennoch mehr drin gelegen als die klare 0-3 Niederlage. Das Heimteam hatte zeitweise starke Phasen und konnten dank einer glänzend aufgelegten Sabryn Roberts und einer stark aufspielenden Joanna Mazzoleni mit dem Titelkandidaten mithalten. Betrachtete Aesch den ersten Satz noch als «Maijestätsbeleidigung», so stellten sie die Ordnung im zweiten Satz wieder her. Überraschend war dann dennoch, dass Wattwil im dritten Satz lange mithalten konnte, ehe die alten Schwierigkeiten in der Annahme wieder offen zu Tage traten. Trainer Marcel Erni bleiben nun 7 Tagen um diese Fehler auszumerzen, bevor sie am nächsten Sonntag auswärts auf die heimstarken Powercats von Düdingen treffen.

Raiffeisen Volley Toggenburg – Sm’Aesch-Pfeffingen   0 -3

Sätze: 22-25, 17-25, 16-25

Rietsteinhalle, Wattwil – SR Tobler/Auricht

 

Raiffeisen Volley Toggenburg: Joanna Mazzoleni, Jasmin Kuch, Annouk Erni, Elise Albertini, Harlee Kekhoua, Lara Hasler, Sabryn Roberts / Alina Hofacher, Jeanina Wirz, Nora Sacher (alle eingewechselt)

 

Sm’Aesch-Pfeffingen: Tarah Wylie, Jaidyn Blanchfield, Madlaina Matter, Vilma Andersson, Sarah van Rooij, Livia Saladin, Madison Duello / Tabea Eichler, Marie-Alex Bélanger (beide eingewechselt) / Méline Pierret, An Saita (nicht eingesetzt) / Martina Koch (verletzt)

Markus Imthurn, Wattwil