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24.09.2021

Blaualgen: Noch keine Entwarnung

Die Blaualgen sind entlang des gesamten Ufers zwischen Schmerikon und Rapperswil-Jona nachweisbar.
Die Blaualgen sind entlang des gesamten Ufers zwischen Schmerikon und Rapperswil-Jona nachweisbar. Bild: Politische Gemeinde Schmerikon
Trotz herbstlicher Temperaturen kann zur Blaualge im Wasser noch keine Entwarnung gegeben werden. Zwischenzeitlich ist sie entlang des gesamten Ufers des Zürcher Obersees aufzufinden.

Die Blaualge des Typus «Tychonema» ist, nachdem sie anfänglich in der Schmerkner Bucht in grosser Dichte nachgewiesen wurde, zwischenzeitlich entlang des gesamten Ufers des Zürcher Obersee aufzufinden. Sie gilt als wahrscheinlichste Todesursache für zahlreiche Hunde seit Mitte Juli, die sich in Schmerikon am Seeufer und im Flachwasser aufgehalten haben. Trotz zwischenzeitlich herbstlicher Temperaturen ist weiterhin grosse Vorsicht geboten.

Im Schwimmschlamm und Plankton

Letztmals erfolgte die Probenahme am 20. September 2021. In hoher Dichte finden sich diese Blaualgen im rötlichen Schwimmschlamm («Chrotehüüt»), der sich vornehmlich in allen ruhigen Uferbereichen und den Häfen anreichert. Jedoch auch im Plankton entlang des gesamten Ufers lässt sich «Tychonema» (eine in der Schweiz bisher einzig am Obersee, oberhalb Näfels GL, identifizierten Blaualge) nachweisen.

Aufrechterhaltung der bisherigen Massnahmen

Die Stadt Rapperswil- Jona und die Gemeinde Schmerikon raten in Absprache mit den kantonalen Fachstellen aufgrund des unveränderten Zustandes, sich nicht mit den Hunden im Uferbereich des oberen Zürichsees aufzuhalten. Vorsicht und Aufmerksamkeit ist geboten, da ein grossflächiges Monitoring nicht möglich ist.

Informationskampagne der Gemeinde und Stadt

Die Gemeinde Schmerikon hat unmittelbar nach den ersten Vorkommnissen Warntafeln beim Aabach und an der Seeanlage aufgestellt und die Hinweise an den jeweils fortschreitenden Wissensstand angepasst. Hundehalterinnen und Hundehalter werden mit den Plakaten auf die Lebensgefährdung für Hunde sowie auf eine nicht auszuschliessende gesundheitliche Gefährdung für Menschen hingewiesen. Nachdem anfangs September die toxische Blaualge entlang des gesamten Ufers des Zürcher Obersees nachgewiesen wurde, hat sich auch Rapperswil-Jona dieser Informationskampagne angeschlossen.

Laufendes Monitoring

Seit Beginn der Vorfälle finden in regelmässigen Abständen Begehungen und Beprobungen durch Mitarbeitende der Abteilung Gewässerqualität im Amt für Wasser und Energie AWE des Kantons St.Gallen statt. Nachdem die Blaualge «Tychonema» als Ursache der Gefährdung identifiziert wurde, werden die Proben mittels Mikroskop-Analyse auf diese Gattung untersucht. Es handelt sich um eine potentiell toxinbildende Art mit dem Nervengift «Anatoxin-A».

Eine Neubeurteilung findet im Verlauf der nächsten Wochen statt. Die Menschen sollten das Baden im See auf die Stellen beschränken, die frei von Schwimmschlamm sind und klares Wasser aufweisen.

Gemeinde Schmerikon/Linth24/Toggenburg24