Home Region In-/Ausland Sport Rubriken Agenda
Leserbrief
Gesundheit
22.09.2021
22.09.2021 09:53 Uhr

«Keiner hat die Weisheit mit Löffeln gefressen»

Es gibt ein altes Sprichwort: «Schuster bleib bei deinen Leisten».
Es gibt ein altes Sprichwort: «Schuster bleib bei deinen Leisten». Bild: Shutterstock
Beinahe in Rekordzeit hat die rheintal24-Redaktion als Reaktion auf den Kommentar des Chefredaktors Gerhard M. Huber «Das Selbstmitleid der Ungeimpften» ein Leserbrief von Herrn Martin Walser aus Kriessern erreicht.

Seit mittlerweile mehr als 1 1/2 Jahren versuchen uns Politiker, Journalisten, Redaktoren und selbsternannte Experten zu erklären, dass die Gen-Therapie der einzig mögliche Ausweg aus einer Pandemie ist.

Es gibt ein altes Sprichwort: «Schuster bleib bei deinen Leisten».
Darum will ich Ihnen als Business Analyst & IT-Projektleiter als Reaktion auf Ihren Artikel auch nicht erklären, warum ich mich nicht impfen lasse, sondern sende Ihnen beiliegend einen Erklärungsversuch eines Anästhesisten und Intensivmediziners. Auch er ist kein Virologe oder ein Epidemiologe – versteht aber bestimmt mehr von der Matherie, also Sie, ich oder Herr Berset...

Anmerkung der Redaktion: Es folgt eine lange Ausführung von Herrn Ted Noel MD, pensionierter Anästhesist und Intensivmediziner, der in den sozialen Medien als DoctorTed und @vidzette postet. Die mRNA-Impfungen seien eine «Gen-Therapie» und führten nicht zur Immunisierung, sondern helfen dem Körper, mit einer Infektion besser fertig zu werden.

Herdenimmunität führt zur Lösung

Nur hier in der Schweiz, beharren die grossen Medienhäuser und unsere Regierungen auf Bundes- und Kantonsebene leider immer noch auf der irrigen Meinung, dass man mit einer Gen-Therapie ein Virus aus der Welt schaffen könnte. Auch wir werden irgendwann konsterniert feststellen, dass das Problem nur mit einer Herdenimmunität gelöst werden kann, und zwar einer natürlichen. Schweden ist auf einem guten Weg.

Ich habe nicht den Anspruch, Sie zu bekehren. Es liegt mir auch fern, ihre Entscheidung pro Gen-Therapie zu beurteilen. Es soll jeder für sich selbst entscheiden, was er für das Richtige hält. Die Geschichte wird uns beiden vielleicht eines Tages zeigen, wer «Recht» hatte. Dass Sie Ungeimpfte aber als jammernde Verschwörungstheoretiker und Vollidioten bezeichnen und ihnen verfassungsmässige Grundrechte aberkennen, finde ich sehr gewagt.

Sozialer Frieden gefährdet

Wir hatten schon mal eine Zeit, wo man Leuten eine Uniform in die Hand drückte und sie sich anschliessend als Herrenmenschen frei fühlten, Minderheiten nach Belieben zu diskriminieren.

Nun drückt man Ihnen einen Impfstoff in den Oberarm, und Sie haben das Gefühl, dass Sie zu den Auserwählten gehören würden, die andere nach Belieben von bestimmten Ihnen exklusiv gehörenden Aktivitäten, Vergnügungen und Bildungsangeboten ausschliessen können.

Mit so einem Kommentar gefährden Sie den sozialen Frieden in der Schweiz und tragen aktiv zur Diskriminierung von Personen bei, die zu einem anderen Ergebnis bei der Beurteilung eines Problemes gekommen sind. Keiner hat die Weisheit mit Löffeln gefressen. Auch Sie liegen vielleicht falsch. Etwas mehr Demut täte uns allen gut.

Vielleicht ist unser aller Feind ja gar nicht das Virus. Solange wir uns aber gegenseitig fertig machen, werden wir das nie herausfinden und der profitierende Dritte lacht sich ins Fäustchen. Mit mehr kritischer Auseinandersetzung mit dem Thema und einer offenen Diskussion (ohne Vorverurteilung) hätten wir vielleicht die «Pandemie» längst besiegt. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum es im helvetischen Blätterwald immer nur Corona-Tote auf die Titelseite schaffen – nie aber Impftote?

 

Anmerkung der Redaktion: Wir behalten uns vor, Leserbriefe zu kürzen, ohne Sinn und Inhalt zu verändern. Die in Leserbriefen geäusserten Ansichten müssen nicht jenen der Redaktion entsprechen.

Martin Walser, 9451 Kriessern/rheintal24/Toggenburg24