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20.09.2021

Katzen-Sonderausstellung im Naturmuseum St.Gallen

In der Sonderausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» wird die Welt der Samtpfoten erlebbar. Auch wenn Katzen seit rund 11'000 Jahren an der Seite des Menschen zu finden sind, bleibt ihr Wesen für uns Menschen rätselhaft.
In der Sonderausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» wird die Welt der Samtpfoten erlebbar. Auch wenn Katzen seit rund 11'000 Jahren an der Seite des Menschen zu finden sind, bleibt ihr Wesen für uns Menschen rätselhaft. Bild: Nicole Hänni
Die neue Sonderausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» stellt vom 25. September bis zum 27. Februar das vertraute und doch rätselhafte Tier in den Fokus und vermittelt einen Einblick in die Biologie und Lebensweise des kleinen Raubtiers.

Hauskatzen führen ein eigenständiges Leben, von dem ihre Besitzer oft wenig mitbekommen. Das war vor rund 11'000 Jahren nicht anders, als Katzen den Weg zum Menschen fanden. Ihre Vorliebe für Mäuse hat die geschickten Jäger damals im Nahen Osten zum beliebten Wächter der Getreidevorräte werden lassen. Seither ist sie uns in fast alle Regionen der Welt gefolgt, wie eine Weltkarte in der von den Naturmuseen Thurgau und Olten produzierten Sonderausstellung zeigt.

Die wilde Seite des Stubentigers

Die vier Bereiche der Ausstellung «Katzenartige: die ferne Verwandtschaft», «Wild- und Hauskatze: nahe Verwandte und Herkunft», «Hauskatze: Biologie und Lebensweise» sowie «Hauskatze und Mensch» enthalten mehrere interaktive Module, die auf eine vielseitige Auswahl von Themen fokussieren. Diese reichen von ihren Wurzeln, den typischen Katzenmerkmalen, ihren Sinnesleistungen bis zu ihrer Körpersprache oder ihrem Fressverhalten.

Letzteres wird mit einem grossen Katzenbuffet vor Augen geführt, das unter gläsernen Servierglocken nicht nur bedrohte Vogelarten und Kleinsäuger, sondern auch selten gewordene Amphibien und Reptilien zeigt. Denn auch beliebte Haustiere wie die Katze haben mit ihrem ausgeprägten Jagdtrieb ihre Schattenseite. Die Freude über das «Geschenk» des tierischen Mitbewohners hält sich auf der beschenkten Seite meist in Grenzen.

Was Katzenliebe kostet

Aber auch anderweitig kommt es zwischen Katze und Mensch gelegentlich zu Missverständnissen. Ein interaktives Zuordnungsspiel in der Ausstellung leistet Aufklärungsarbeit, wenn es um die Körpersprache der Stubentiger geht. Wer das richtige Gefühl mit der richtigen Körperhaltung der Katze kombiniert, wird mit einem leuchtenden Lämpchen belohnt.

Was die neue Sonderausstellung mit mehreren gefüllten Einkaufskörben ebenfalls eindrücklich vor Augen führt, sind die Ausgaben, die Katzenbesitzer ins Wohlbefinden des geliebten Haustieres stecken. Das sind bei einer 15-jährigen Hauskatze rund 21'000 Franken, ausserordentliche Arztbehandlungen nicht mit eingerechnet.

Von so viel Fürsorge können ihre wilden Verwandten nur träumen. Auch sie sind mit Löwe, Luchs, Ozelot und weiteren Raubkatzen in der Ausstellung präsent. Ihre unterschiedlichen Fellmuster führen vor Augen, wie sich Katzen mit ihren unterschiedlichen Fellmustern perfekt ihrem Lebensraum angepasst haben.

Das eigene Katzenwissen testen

Zwischen den unterschiedlichen Ausstellungsmodulen sind auffällig türkisfarbene Katzenbäume platziert. Sie gehören zum Katzenparcours für grosse und kleine Katzenfans, die ihr Wissen auf die Probe stellen wollen. Wer selbst Teil der Ausstellung werden möchte, hat die Möglichkeit, ein eigenes Foto seines Stubentigers einzureichen. Ob kuschelig-gemütlich auf dem Bett oder im Wildtier-Modus vor der Haustüre – jede Katze hat ihren eigenen Charakter Die Fotos werden auf Instagram unter #miezekatze_nmsg gesammelt und via Monitor in der Ausstellung präsentiert. Der bis Ende Jahr meistgelikte Post gewinnt eine Gruppenführung durch die Sonderausstellung.

Grosse Vielfalt an Katzenexperten

Um die grosse Vielfalt an Themen rund um die Stubentiger vertieft anzugehen, gehört zur Sonderausstellung ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Dieses beinhaltet neben Vorträgen von bekannten Katzen-Experten wie Dennis C. Turner oder dem deutschen Ägyptologen Dr. Wolfgang Wettengel auch Mittagstreffs mit dem St.Galler Tierarzt Dr. Dieter Fleischer oder der Leitung des Tierheims Sitterhöfli Heinz und Claudia Staub.

Ausserdem steht eine Exkursion zu Luchs und Wildkatze mit Regula Signer, der Parkwärterin des Wildparks Peter und Paul, auf dem Programm sowie eine Vorstellung von «Fräulein Brehm», der Freiburger Schauspielerin Rahel Wölfle, die von der heimlichen Wildkatze in unseren Wäldern berichtet.

Öffentliche Vernissage: Freitag, 24. September, 19 Uhr

Grusswort von Barbara Affolter, Stiftungsrätin der Stiftung Naturmuseum St.Gallen
Einführung zur Ausstellung von Hannes Geisser, Direktor Naturmuseum Thurgau
Anschliessend Besichtigung der Ausstellung und Apéro mit Katzengourmet-Töpfli

An der Vernissage gilt eine Zertifikatspflicht. Vorgängige Anmeldung:
Tel. 071 243 40 40 oder info@naturmuseumsg.ch

pez/pd/stgallen24/Toggenburg24