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Leserbrief
Gesundheit
16.09.2021

Zertifikatswahnsinn

Ein Lesebriefschreiber kritisiert die Einführung der Zertifikatspflicht. (Symbolbild)
Ein Lesebriefschreiber kritisiert die Einführung der Zertifikatspflicht. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY
Jakob Schulthess aus Lachen SZ kritisiert die Zertifikatspflicht in seinem Leserbrief an die Toggenburg24-Redaktion

Wir erinnern uns, Sommer 2020. Die Restaurants und vieles war wieder offen, das Leben fast normal. Die Fallzahlen ohne Impfstoff tief. Mit verschärften Massnahmen und vielen Tests im Herbst stiegen die Fallzahlen, eine ausserordentliche Übersterblichkeit blieb trotz fehlender Impfung aus. Restaurants und vieles wurde wieder geschlossen. 

Frühling 2021, fast die gleiche Situation. Einem Grossteil der vom Wohlstand geprägten Bevölkerung ist die «Freiheit» so wichtig, dass sie die zusätzlichen Hürden vom BR, Testen und experimentelles Impfen, auf sich nahmen. 

Sommer 2021, ein Grossteil der Bevölkerung ist inzwischen geimpft, die Fallzahlen steigen aufgrund der vielen Tests. Die Auslastung der Intensivstationen sei hoch, was angesichts des massiven Bettenabbaus über (30%) im Pandemie-Jahr 2020, nicht überrascht. Die US-

Seuchenschutzbehörde erkennt, dass sich vollständig Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren und das Virus unbemerkt weitergeben. Laut Pfizer ist «die körperliche Nähe zu mRNA-Impfprobanden mit höchster Vorsicht zu genießen». Geimpfte sind somit «Super-Spreader». 

Menschen, welche einen gesunden Lebensstil pflegen und kaum Intensivpflegeplätze beanspruchen müssen, sich aber aus kritischem Hinterfragen heraus aktuell gegen eine sogenannte Impfung entscheiden, werden in ihrer Freiheit und ihren Grundrechten massiv eingeschränkt, diskriminiert und oft sogar vom Arbeitgeber zu einer Impfung genötigt. 

Wie naiv muss man eigentlich sein, wenn man glaubt, all diese Einschränkungen seien notwendig und sinnvoll. Negativ-Getestete und Geimpfte dürfen sich jetzt an Partys zu Hunderten treffen und die Viren ungehindert übertragen. Ungeimpfte, welche nicht infektiöser als Geimpfte sind, werden vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und viele Firmen erleben dadurch grosse Umsatzeinbussen. 

Für die Förderung des Rechts und der Rechtsgleichheit stimme ich am 28. November verantwortungsvoll NEIN zum Covid-19-Gesetz. 

Jakob Schulthess, Lachen SZ