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Kultur
13.09.2021

«Romeo und Julia» aus Julias Sicht

Premiere ist am Samstag, 25. September, 19 Uhr.
Premiere ist am Samstag, 25. September, 19 Uhr. Bild: z.V.g
Das Theater St.Gallen bringt im UM!BAU eine der berühmtesten Liebesgeschichten auf die Bühne. Die Fassung von Mirja Biel stellt allerdings Julia in den Mittelpunkt und heisst deshalb Julia und Romeo.

Die Kinder zweier seit ewigen Zeiten verfeindeter Familien, der Capulets und der Montagus, verlieben sich unsterblich ineinander, trotzen allen Widerständen, geniessen sie ihre Liebe und planen die schnellstmögliche Hochzeit – doch die Welt ist gegen sie. Nach nur wenigen Tagen des höchsten Glücks holt sie die alte Familienfehde ein und durchkreuzt ihre Pläne. Der einzige Ausweg scheint der Tod. So hat William Shakespeare die Geschichte in seinem Klassiker «Romeo und Julia» erzählt.

Ein Partner auf Augenhöhe

Für ihre eigene Version hat sich die Regisseurin Mirja Biel, die erstmals in St.Gallen arbeitet, neue Fragen gestellt: Was für eine Liebe ist das zwischen Julia und Romeo? Und ist es nicht längst Zeit, Julias Sicht in den Mittelpunkt zu rücken? Das Stück heisst folglich bei ihr Julia und Romeo. Biel macht mit ihrem Team die Figur Julia stärker, als sie es bei Shakespeare ist, erforscht ihre Gedankenwelt und ihre Gefühle, denn: «Die Zeiten haben sich geändert», wie sie ihrer Mutter entgegenschleudert.

Die zeitgenössische Julia stellt sich Fragen wie: Wie sieht eine ideale Beziehung für mich aus? Welche Bedürfnisse stehen im Vordergrund, welche Konzepte sind nicht mehr zeitgemäss? Wie verliere ich nicht meine Autonomie, wenn ich mich für einen anderen Menschen entscheide? Julia sucht einen Partner auf Augenhöhe, will sich nicht anbeten lassen, sondern ein Leben teilen.

In ihrer auf wenige Charaktere reduzierten Fassung lässt Mirja Biel auch das englische Original immer wieder erklingen und arbeitet mit Live-Musik, Film und Live-Video. Und über allem schwebt der Tod, «The End» ist immer gegenwärtig. Die Kostüme hat Katrin Wolfermann entworfen. Romeo wird von Julius Schröder, der neu zum Schauspielensemble des Theaters St.Gallen gestossen ist, gespielt und Tabea Buser verkörpert Julia.

Premiere: Samstag, 25. September
Zeit: 19 Uhr 
Ort: UM!BAU

Vorstellungen 

  • Samstag, 25. September 2021, 19 Uhr (Premiere)
  • Freitag, 1. Oktober 2021, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 3. Oktober 2021, 14 Uhr
  • Montag, 25. Oktober 2021, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 31. Oktober 2021, 19 Uhr
  • Samstag, 6. November 2021, 19 Uhr
  • Donnerstag, 18. November 2021, 19.30 Uhr
  • Dienstag, 23. November 2021, 19.30 Uhr
  • Freitag, 26. November 2021, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 1. Dezember 2021, 19.30 Uhr
  • Donnerstag, 2. Dezember 2021, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 15. Dezember 2021, 19.30 Uhr
  • Donnerstag, 16. Dezember 2021, 19.30 Uhr
  • Freitag, 17. Dezember 2021, 19.30 Uhr
  • Dienstag, 21. Dezember 2021, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 2. Januar 2022, 17 Uhr
  • Sonntag, 16. Januar 2022, 19 Uhr

Besetzung

Inszenierung Mirja Biel
Bühne Matthias Nebel
Kostüm Katrin Wolfermann
Licht Andreas Enzler
Live-Musik Réka Cziszér
Dramaturgie Armin Breidenbach
   
Julia Tabea Buser
Romeo Julius Schröder
Amme Christian Hettkamp
Lady Capulet Birgit Bücker
Paris Tobias Graupner
Mercutio Fabian Müller
pez/pd/Toggenburg24