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Kultur
09.09.2021

Von der Klassik zur Clubmusik

Das Herz der neuen Elektro-Band, die noch keinen Namen trägt (v. l.): Thise Meyer – E-Drums; Dia Doda – Vocals; und Kevin Schmid – Trompete.
Das Herz der neuen Elektro-Band, die noch keinen Namen trägt (v. l.): Thise Meyer – E-Drums; Dia Doda – Vocals; und Kevin Schmid – Trompete. Bild: Mia Jule Hähni
Seit letztem Jahr arbeitet der aus Siebnen stammende Musiker Kevin Schmid an seinem neuen Band-Projekt. Über ein Jahr später gibt die Elektro-Band des Profi-Trompeters nun ihr Debüt im Eventhouse in Rapperswil.

Das Jahr 2020 verhinderte zwar Auftritte, ermöglichte aber vielen Kunstschaffenden, neue Projekte zu verwirklichen. Dazu gehört auch der aus Siebnen stammende und in Lachen wohnhafte Kevin Schmid. Er ist freischaffender Musiker und unterrichtet an verschiedenen Musikschulen in Ausserschwyz. Schmid widmete sich einem neuen musikalischen Live-Projekt und gründete eine Band, die selbst ohne DJ elektronische Clubmusik spielen kann. «Ich habe im Frühjahr 2020 damit begonnen, elektronische Partysongs zu covern und diese nachzuproduzieren», erzählt Schmid. Unterstützt wurde er dabei von einemprofessionellen Produzenten. Schmid und seine neue Band proben nun seit Beginn dieses Jahres und verpassen den gecoverten Songs den letzten Schliff.

Ein ganz neues Genre für den Trompeter

Trompeter Kevin Schmid verfügt über langjährige Erfahrung in der Musikbranche und hat klassische Musik studiert. In der Vergangenheit spielte er in verschiedenen Operetten, Musicals, Jazz-Bands und Orchestern. Seine neue Elektro-Band wirkt dadurch sehr gegensätzlich. Wie kommt ein Musiker aus der Klassik dazu, Songs zu produzieren, welche heutzutage auf Partys und in Clubs gespielt werden?

Der Lachner begründet das damit, dass ihn die elektronische Musik privat schon immer gereizt habe. Er selbst höre dieses Genre gerne und gehe auch ab und an auf Partys.Für ihn seien das genügend Gründe gewesen, diese Sparte der Musik einmal auszuprobieren. Das Produzieren der Songs mache viel Spass und so sei das letzte Jahr, in dem Schmid produzierte, wie im Schnelldurchlauf vergangen. Doch es war auch eine Herausforderung: Elektronische Musik ist zwar nicht so hochkomplex wie Jazz oder Klassik, hat aber auch ihre Tücken.

Am Freitag das Debüt im Eventhouse Rapperswil

Am kommenden Freitag, 10. September, spielt die Band ein erstes Mal im Eventhouse in Rapperswil. Vier Musiker und eine Musikerin werden ab 20.30 Uhr mit Trompete, E-Drums, Posaune, Saxophon, Keyboard und Gesang dem Publikum ein einmaliges Erlebnis ermöglichen. Das Konzert wird von einem professionellen Filmteam aufgezeichnet und zu einem Werbevideo geschnitten. Für den Einlass gilt die 3-G-Regel des Bundes. Tickets findet man auf eventfrog.ch.

Wirkliche Zukunftspläne hat die Band nicht. Schmid und seine Kollegen sind lediglich gespannt, wie sich das Band-Projekt entwickeln wird und welche Möglichkeiten sich ihnen bieten werden. Ein konkretes Ziel hat die musikalische Truppe aber doch. Sie müssen sich noch auf einen Bandnamen einigen …

Stereo Kulisse mit Pirmin Huber (rechts). Bild: zvg

Stereo Kulisse mit Pirmin Huber als Vorband

Neben Kevin Schmid widmet sich ein weiterer renommierter Musiker mit Wurzeln in der Region der elektronischen Musik, vermischt mit Live-Instrumenten: Pirmin Huber, der aus Galgenen stammt und ein guter Freund von Schmid ist. Als Bassist kennt man ihn eher von der modernen Ländlermusik, doch musikalisch liess er sich ohnehin nie eingrenzen. Mit Dominik Eberle (Ableton Push) und Fabian Eberle (E-Drum) ist er für E-Kontrabass und Synth zuständig. Sie nennen sich Stereo Kulisse und bestehen bereits seit vier Jahren. Veröffentlicht haben sie denn auch schon 26 Songs, die jedoch nur online und an Live-Konzerten gehört werden können – CDs sind von gestern. Stereo Kulisse treten am Freitag in Rapperswil nach der Show von Kevin Schmids neuer Band auf. Zu hören sein wird dabei auch erstmals der neueste Song des Trios: «My richness».

Mia Hähni, Redaktion March24 & Höfe24/Toggenburg24