Home Region In-/Ausland Sport Rubriken Agenda
Region
07.09.2021
07.09.2021 13:24 Uhr

Sinkende Arbeitslosenquoten in der Ostschweiz

Die Anträge auf Kurzarbeit gehen in den Ostschweizer Kantonen leicht zurück. Im Kanton St. Gallen betreffen sie aber immer noch acht Prozent aller Beschäftigten. (Symbolbild)
Die Anträge auf Kurzarbeit gehen in den Ostschweizer Kantonen leicht zurück. Im Kanton St. Gallen betreffen sie aber immer noch acht Prozent aller Beschäftigten. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
In den Ostschweizer Kantonen haben sich die Arbeitslosenquoten im August im Vergleich zum Vormonat leicht verringert oder sind stabil geblieben. Damit setzt sich der Trend der letzten Monate fort.

Die positive Entwicklung auf dem Stellenmarkt zeigt sich im Kanton St. Gallen auch im Vergleich zum Vorjahr: Im August 2021 waren über zehn Prozent weniger Personen auf Arbeitssuche als vor zwölf Monaten. Damals hätten die Zahlen als Folge der Corona-Pandemie einen hohen Wert erreicht, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Dienstag.

Die Arbeitslosenquote sank auch im Vergleich zum Vormonat und zwar um 0,1 auf 2,2 Prozent. Bei den Zahlen der Stellensuchenden betrug der Rückgang im Monatsvergleich 3,1 Prozent. Das ist ungewöhnlich: Üblicherweise stiegen diese Zahlen ab August aus saisonalen Gründen an, informierte der Kanton. Einen Rückgang habe es zuletzt 2017 gegeben.

Die Entwicklung mit den sinkenden Zahlen zeigt sich auch bei den älteren Stellensuchenden und zieht sich durch fast alle Branchen. Auch die Anträge auf Kurzarbeit haben sich leicht verringert: Angemeldet sind noch knapp 2000 Betriebe mit 24'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspricht rund acht Prozent aller Beschäftigten im Kanton St. Gallen.

Besser als vor einem Jahr

Im Kanton Thurgau zeigt sich ein ähnliches Bild, auch wenn sich dort die Arbeitslosenquote nicht verändert hat und vorläufig bei 2,2 Prozent verharrt. Die Zahlen lägen tiefer als im ebenfalls von der Pandemie beeinflussten Vorjahr, «aber doch noch bedeutend höher als vor der Corona-Krise», fasste das Thurgauer Amt für Wirtschaft die Lage zusammen. Zum Vergleich: Im August 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Thurgau 1,8 Prozent.

In Graubünden hat sich die aus saisonalen Grünen ohnehin tiefe Arbeitslosenquote auf den August noch leicht verringert (-0,1). Sie liegt nun bei 0,8 Prozent. Den schweizweit tiefsten Wert weist allerdings Appenzell Innerrhoden aus mit 0,6 Prozent (-0,1). Auch in Appenzell Ausserrhoden verzeichnete die Statistik eine um 0,1 tiefere Quote, die nun bei 1,6 Prozent liegt. Im Kanton Glarus blieb es im August bei 1,8 Prozent.

Gesamtschweizerisch liegt der Wert bei 2,7 Prozent.

Keystone-SDA/Toggenburg24