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St. Gallen
02.09.2021
02.09.2021 22:44 Uhr

Am meisten Rentner in Wildhaus-Alt St. Johann

Im Vergleich zum Vorjahr hat die ständige Wohnbevölkerung um 0.7 Prozent zugenommen. Die Bevölkerung im Kanton St.Gallen ist somit im gleichen Umfang gewachsen wie diejenige der Gesamtschweiz.
Im Vergleich zum Vorjahr hat die ständige Wohnbevölkerung um 0.7 Prozent zugenommen. Die Bevölkerung im Kanton St.Gallen ist somit im gleichen Umfang gewachsen wie diejenige der Gesamtschweiz. Bild: Linth24
Gemäss den definitiven Zahlen der «Statpop» umfasste die ständige Wohnbevölkerung des Kantons St. Gallen per Ende 2020 mehr als eine halbe Million. Also eine Zunahme der Bevölkerung von 0.7 Prozent.

Im Kanton St. Gallen hat im Jahr 2020 sowohl die Zahl der Schweizer (+1482; +0,4 Prozent) wie auch die Zahl der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung (+2288; +1,8 Prozent) eine Zunahme erfahren.

Auf Gemeindeebene sind 64 der 77 Gemeinden gegenüber dem Vorjahr gewachsen und 13 Gemeinden verzeichnen einen leichten Bevölkerungsrückgang. Das stärkste prozentuale Wachstum weisen die Gemeinden Schmerikon (+205; +5,4 Prozent), Tübach (+56; +3,9 Prozent) und Bad Ragaz (+203; +3,2 Prozent) auf. Das stärkste absolute Wachstum zeigt sich in der Gemeinde Rorschach (+208; +2,2 Prozent). Umgekehrt registrierten den grössten prozentualen Rückgang die Gemeinden Pfäfers (-28; -1,8 Prozent), Steinach (-59; -1,6 Prozent) und Untereggen (-12 Personen; -1,1 Prozent).

Alle Wahlkreise verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs. Der Wahlkreis Sarganserland liegt mit einem Plus von 1,2 Prozent an der Spitze, während der Wahlkreis St. Gallen mit einem Plus von 0,2 Prozent das tiefste Bevölkerungswachstum aufweist.

Auch die nicht-ständige Wohnbevölkerung nahm zu

Ende 2020 lebten zusätzlich zu den 514'504 Personen der ständigen Wohnbevölkerung 9643 Personen im Kanton St. Gallen, die entweder einen Nebenwohnsitz im Kanton begründen, Kurzaufenthalter oder Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten sind. Wird diese Personengruppe zur ständigen Wohnbevölkerung dazugerechnet, umfasst die Wohnbevölkerung des Kantons St. Gallen Ende 2020 insgesamt 524'147 Personen. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies einer Zunahme um 3266 Personen (+0,6 Prozent).

Knapp ein Viertel hat eine ausländische Staatsangehörigkeit

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ständigen ausländischen Staatsangehörigen um 2288 auf 127'106 Personen gestiegen. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen liegt Ende 2020 bei 24,7 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Prozentual am stärksten gewachsen ist die ausländische Wohnbevölkerung in den Gemeinden Amden (+26; +13,3 Prozent), Mosnang (+15; +11,5 Prozent) und Tübach (+18; +10,8 Prozent). Absolut gesehen findet sich die grösste Zunahme in der Stadt St. Gallen mit 253 zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigen.

Geburtenüberschuss und die Zuwanderung

Die Bevölkerungsentwicklung im Kanton St. Gallen ist auf den Geburtenüberschuss (Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle) von 578 Personen, den positiven Wanderungssaldo von 2977 Personen sowie die Bestandesbereinigung zurückzuführen. Letztere umfasst die Bevölkerungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr, die nicht auf Geburten, Todesfälle oder Wanderungen zurückgeführt werden kann.

Der Geburtenüberschuss fiel im Jahr 2020 deutlich tiefer aus als in den Vorjahren. Dies lag nicht etwa an einer reduzierten Anzahl von Geburten (diese lagen auf dem Niveau der Vorjahre), sondern an der deutlich höheren Anzahl an Todesfällen, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist.

Gut 1500 Personen erhielten Schweizer Bürgerrecht

Im Jahr 2020 wurden 1528 Personen eingebürgert. Das sind 122 Personen mehr als noch im Jahr 2019. 55 Prozent der Personen, welche 2020 die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielten, stammen aus Süd- und Südosteuropa, 27 Prozent aus Zentraleuropa. Die meisten Einbürgerungen erfolgten im Wahlkreis St. Gallen (374 Einbürgerungen), gefolgt vom Wahlkreis Rheintal (260 Einbürgerungen).

Demografische Alterung geht weiter

Ende 2020 betrug der Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen unter 20 Jahren) im Kanton St. Gallen 20,4 Prozent, der Anteil der über 65-Jährigen 18,7 Prozent. Damit ist der Kanton St.Gallen etwas jünger als die Gesamtschweiz, deren Anteil an Kinder und Jugendlichen bei 19,9 Prozent und der Anteil der Personen über 65 Jahren bei 18,8 Prozent liegt. Dies widerspiegelt sich auch im Durchschnittsalter, das im Kanton St.Gallen mit 42,2 Jahren leicht tiefer ist als in der Gesamtschweiz mit 42,6 Jahren.

Der Anteil der erwerbsaktiven Bevölkerung (Personen zwischen 20 und 64 Jahren) liegt im Kanton St. Gallen bei 60,9 Prozent (Gesamtschweiz 61,3 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen um einen Prozentpunkt gesunken. Der Altersquotient, der das Verhältnis von Einwohnern im Rentenalter zur Erwerbsbevölkerung wiedergibt, lag Ende 2020 im Kanton St. Gallen bei 30,6 Personen im Rentenalter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter.

Grösster und kleinster Anteil

In 36 Gemeinden ist dieser Altersquotient höher als der kantonale Durchschnitt. Am grössten ist der Anteil der Personen im Rentenalter gemessen an der Erwerbsbevölkerung in den Gemeinden Wildhaus-Alt St.Johann (46,6 über 64-Jährige Personen im Verhältnis zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter), Ebnat-Kappel (46,5 Personen) und Amden (45,4 Personen).

Am wenigsten Personen über 64 Jahren gemessen an der Erwerbsbevölkerung haben die Gemeinden Niederbüren (21,7), Lütisburg (22,9) und Eichberg (23,1).

Woher die Zahlen kommen

Die publizierten Zahlen stammen aus STATPOP, der unter der Leitung des Bundesamtes für Statistik erstellten Statistik der Bevölkerung und der Haushalte.

Die Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen arbeitet bei der Erhebung und Auswertung von Statistikdaten mit dem Bundesamt für Statistik zusammen und orientiert sich wie dieses an den Grundsätzen einer fachlich unabhängigen öffentlichen Statistik auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Statistik der Bevölkerung und Haushalte STATPOP wird unter Mitarbeit der Kantone und Gemeinden vom Bundesamt für Statistik produziert. Die Fachstelle für Statistik koordiniert die Erhebung im Kanton und erstellt regionalisierte Auswertungen auf der Basis der gesamtschweizerischen Einzeldaten. Die Publikation der Ergebnisse ist mit dem Bundesamt für Statistik koordiniert und erfolgt am gleichen Tag.

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pez/pd/Toggenburg24