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26.08.2021

Raiffeisen macht 46 Prozent mehr Gewinn

Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz.
Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz. Bild: who-s-who.ch
Die St.Galler Raiffeisen-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2021 ein sehr gutes Resultat erzielt. Der Gruppengewinn liegt mit 505 Millionen Franken weit über Vorjahr (+45,9 Prozent).

Zu diesem starken Ergebnis hätten sämtliche Ertragspositionen beigetragen, teilt die Bank mit Hauptsitz in St.Gallen mit. Insbesondere im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und im Zinsengeschäft verzeichnet die Gruppe ein erfreuliches Wachstum.

Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, zum Ergebnis: «Im operativen Geschäft konnten wir sowohl bilanz- als auch erfolgsseitig eine bemerkenswerte Steigerung verzeichnen. Das werte ich als grossen Vertrauensbeweis unserer Kunden. Bei der Strategieumsetzung sind wir auf Kurs. Mit den starken Zahlen im Vorsorge- und Anlagegeschäft, der konsequenten Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Raiffeisen-Fondspalette und im Bereich «Wohnen» mit der Lancierung der digitalen Self-Service-Plattform Liiva sind bereits erste Erfolge bei der Umsetzung sichtbar.»

Alle Ertragspositionen gesteigert

Das Zinsengeschäft, der Hauptertragspfeiler der Gruppe, wuchs mit 3,4 Prozent (+39,9 Millionen Franken) robust. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hat im ersten Semester 2021 um 24,1 Millionen Franken auf 256 Millionen Franken (+10,4 Prozent) ebenfalls stark zugelegt. Dazu beigetragen hat insbesondere das erfolgreiche Wertschriften- und Anlagegeschäft der Raiffeisenbanken und Niederlassungen von Raiffeisen Schweiz. Die Depotvolumen sind um 5,7 Milliarden Franken (+15,3 Prozent) deutlich angestiegen. Die Anzahl und das Volumen der Vermögensverwaltungsmandate haben seit Jahresbeginn um rund zwei Drittel zugenommen, die Anzahl Fondssparplan- und Vorsorgedepots um 13 bzw. 17 Prozent. Die Erträge aus dem Handelsgeschäft konnten um 14,4 Millionen Franken gesteigert werden.

Insgesamt liegt der Geschäftsertrag mit 1,6 Milliarden Franken um 93 Millionen Franken (+6,0 Prozent) über dem Vorjahresergebnis. Der Geschäftsaufwand der Gruppe ist wie erwartet moderat gestiegen (+2,6 Prozent). Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals von 58,1 Prozent im ersten Halbjahr 2020 auf 56,3 Prozent.

Die rasche wirtschaftliche Erholung, die mit den Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen in der Schweiz einhergeht, hat sich positiv auf die Risikosituation der Gruppe ausgewirkt und führte zu einer Nettoauflösung von Wertberichtungen für Kreditrisiken in der Höhe von 12,3 Millionen Franken.

Wachstum im Bilanzgeschäft

Auch das Bilanzgeschäft der Raiffeisen-Gruppe hat sich im ersten Halbjahr positiv entwickelt. Die Hypothekarforderungen sind im ersten Semester um 2,6 Milliarden Franken, respektive um 1,4 Prozent, auf 192,9 Milliarden Franken angestiegen. Das Wachstum liegt damit im Rahmen der Vorjahresentwicklung und widerspiegelt das Bestreben der Gruppe, in etwa auf Niveau des Marktes zu wachsen. Die Kundeneinlagen konnten – auch gegenüber dem bereits starken Vorjahr – über alle Landesteile hinweg nochmals deutlich gesteigert werden (+10,1 Milliarden Franken).

Ausblick

Aufgrund der Covid-19-Pandemie bleibt die Prognoseunsicherheit hoch. Raiffeisen geht aber davon aus, dass sich die positive Entwicklung im Kerngeschäft auch im zweiten Halbjahr 2021 fortsetzen wird. Der Fokus im zweiten Semester bleibt weiterhin auf dem Ausbau des Ökosystems Wohnen, der digitalen Kanäle und des Vorsorge- und Anlagegeschäfts. Durch eine fokussierte Umsetzung der Strategie mit gezielten Investitionen in die Zukunft ist Raiffeisen auf Kurs und gut aufgestellt.

leaderdigital.ch/stz/stgallen24/Toggenburg24