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20.08.2021

St. Gallen will Zertifikat nun auch in Restaurants

Die St. Galler Regierung könnte angesichts der neuen Corona-Welle bereits nächste Woche einen Beschluss fassen.
Die St. Galler Regierung könnte angesichts der neuen Corona-Welle bereits nächste Woche einen Beschluss fassen. Bild: KEYSTONE/Ti-PRESS/PABLO GIANINAZZI
Der Kanton St. Gallen prüft als erster Kanton die 3G-Regel für Restaurants, Veranstaltungen, Museen, Heimbesuche und Spitäler für den Fall, dass eine Überlastung der Spitalkapazitäten droht.

Geimpft, getestet oder genesen - die 3G-Regel gilt bisher für Grossveranstaltungen wie die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in den Hallen der Olma Messen St. Gallen vom 2. bis 5. September. Bald könnte 3G auch zur Regel für weitere Veranstaltungen und die Gastronomie werden. Der kantonale Führungsstab sprach am Donnerstagabend darüber.

Zertifikat-Einsatz ausweiten

Der St. Galler Regierungsrat schlägt vor, den Einsatz des Covid-19-Zertifikats auszuweiten. So sollen Personen nur noch dann in öffentliche Lokalitäten mit hohem Personalaufkommen Einlass erhalten, wenn sie ein gültiges Zertifikat vorweisen können. Zu den öffentlichen Lokalitäten zählen beispielsweise Bars, Restaurants und Veranstaltungen oder auch Spitäler und Heime. Kontrolliert werden müssten die Gäste und Besucherinnen und Besucher von den Betreiberinnen und Betreibern. Der Kantonale Führungsstab wird nun eine mögliche Umsetzung dieser Massnahme vertieft prüfen. Er würde sie dann zur Umsetzung der Regierung vorschlagen, wenn eine Überlastung der Spitalkapazitäten droht.

Der St. Galler Gesundheitsdirektor Bruno Damann sagte im Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF: «Wir diskutieren eine mögliche 3G-Regel für die Gastronomie, für Heimbesuche, Spitäler, aber auch für Veranstaltungen, Bars oder Museen.»

Gastro wenig begeistert

Wenig begeistert zeigte sich der Präsident von Gastro St. Gallen, Walter Tobler. Die Restaurants sollten eigentlich für alle offen sein, auch für jene, die weder geimpft, getestet noch genesen seien, sagte Tobler gemäss Regionaljournal. Bevor es aber zu einem erneuten Lockdown komme, würde er aber eine solche Regel in Kauf nehmen.

«Wir diskutieren eine mögliche 3G-Regel»
Bruno Damann, Regierungsrat
Linth24/sda/Toggenburg24