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15.07.2021

Vom Tellerwäscher zum beliebten Gastronomen

 Neeraja und Joy Rasanayagam sind die neuen Pächter des Restaurant «Hirschen».
Neeraja und Joy Rasanayagam sind die neuen Pächter des Restaurant «Hirschen». Bild: zVg
Eine Restaurant-Eröffnung während Corona? Neeraja und Joy Rasanayagam, Pächter des Restaurant «Hirschen» in Grub SG, haben genau das gewagt. Mit Herausforderungen kennen sich die beiden aus.

Joy Rasanayagam und seine Frau Neeraja Rasanayagam eröffneten am 6. Januar 2021, also inmitten der Corona–Krise, das Restaurant «Hirschen» im St. Gallischen Grub. Eine Neueröffnung zu feiern, war nicht möglich, auch Gäste konnten keine bewirtet werden. Stattdessen musste das Pächter–Paar ihre Speisen als Take-Away anbieten. Doch entmutigen liessen sich die beiden davon nicht, denn der Weg zum Restaurant Hirschen war alles andere als einfach.

Joy Rasanayagam wirtete acht Jahre lang in der Pizzeria «Krone» und führte erfolgreich das Geschäft. Doch letztes Jahr wurde dem Wirt mitgeteilt, dass das Restaurant abgerissen werde und anstatt ein Mehrfamilienhaus entstehen würde. «Wir haben die Situation akzeptiert und uns auf die Suche nach einem neuen Restaurant gemacht. Dass das Restaurant Hirschen in Grub frei wurde, war ein Glücksfall», sagt seine Frau Neeraja Rasanayagam, die ihren Mann bei Büroarbeiten unterstützt.

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Kontakt schaffen und Vertrauen gewinnen

Durch die Einnahmen während des Lockdowns konnten zumindest die Fixkosten gedeckt werden. «Aller Anfang ist schwer, und so mussten auch wir uns erst einfinden. Aber durch die Unterstützung der Leute und auch unseres Verpächters Bruno Bischof fiel es uns leichter als gedacht. Besonders die Jugendlichen zeigten sich sehr gastfreundlich», so der Gastronom. 

Nun möchte das Wirtepaar richtig Gas geben und das Gäste–Netzwerk weiter ausbauen. «Wir wollen nicht nur Geld verdienen, sondern den Kontakt zu den Menschen hier pflegen und ihr Vertrauen gewinnen. Der Bezug zur Region ist uns wichtig, weshalb wir auch mit Käsereien und Metzgern in der Nähe zusammenarbeiten. In Zukunft sollen so viele Lebensmittel wie möglich aus der Region bezogen werden.»

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Grosser Support in schwierigen Zeiten

«Als ich aus Sri Lanka in die Schweiz kam, arbeitete ich als Hilfskoch und Tellerwäscher in Bad Ragaz. Die ganze Atmosphäre der Gastrobranche hat mir so gut gefallen, dass ich weiter gemacht habe. Ich wusste, dass ich irgendwann mal ein eigenes Restaurant haben möchte», so der 45–Jährige. 

An der Gemeinde gefalle ihm besonders das Ländliche und die Unterstützung der Menschen, die er besonders während Corona gespürt hat.

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  • Die Terrasse bei Tag. Bild: zVg
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  • Die Terrasse bei Nacht. Bild: zVg
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«Es ist keine einfache Zeit. Was uns aber sehr geholfen hat, ist der grosse Support der Menschen aus der Region. Wir hatten Kunden, die jede Woche regelmässig Essen bestellt haben. Unsere Gäste haben wirklich geschaut, dass es uns gut geht. Deshalb fühlen wir uns hier auch so wohl», sagt die 35-Jährige.

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Matilda Good/stgallen24/Toggenburg24