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Kultur
14.07.2021

Gratis zu Ulrich Bräkers Manuskripten

Die Ausstellung dauert vom 27. Februar – 21. November 2021 im Kunstmuseum St.Gallen
Die Ausstellung dauert vom 27. Februar – 21. November 2021 im Kunstmuseum St.Gallen Bild: Michael Guggenheimer
Besucher des Kunstmuseums St. Gallen können derzeit ein bibliophiles Buch mit nach Hause nehmen, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen.

Franz Larese und Jürg Janett, die beiden Gründer der renommierten Erker-Galerie in St.Gallen, haben 1985 die Manuskripte von Ulrich Bräker (1735 – 1798), die in der Kantonsbibliothek Vadiana aufbewahrt werden, in einer sorgfältigen Faksimile-Edition herausgegeben.

Wohl weil die gedruckte Ausgabe das Interesse der Öffentlichkeit bei weitem übertroffen hat, sind eine Menge Exemplare über 30 Jahre lang in einem Magazinraum liegengeblieben.

Wer die wunderbare Ausstellung mit Werken aus der Zeit der Erker-Galerie im Kunstmuseum St.Gallen besucht, kann in Andenken an die beiden Galeristen von der Transport-Palette ein Exemplar im Schuber mitnehmen. Kostenfrei.

Franz Larese und Jürg Janett Bild: Morena Barra

Erker: Galerie – Edition – Verlag 

27. Februar – 21. November 2021, Kunstmuseum St.Gallen

Die Erker-Galerie von Franz Larese (1927–2000) und Jürg Janett (1927–2016) steht für den Aufbruch einer weltoffenen Stadt St.Gallen. Exponenten des Expressionismus und der Klassischen Moderne waren die Basis ihrer Tätigkeit als Galeristen, welche seit 1958 in wegweisenden Ausstellungen zur Nachkriegsmoderne und einer grossartigen Fülle von Editionen und Büchern kulminierte. In der Erker-Galerie wurde in den 1960er und 1970er Jahren europäische Kunstgeschichte geschrieben.

Die Idee, bedeutende Autoren mit wichtigen zeitgenössischen Kunstschaffenden in einen Dialog treten zu lassen, war äusserst fruchtbar. Der Kreis führender Kunstschaffender von Hans Arp bis Günther Uecker, die Reihe von Autoren und Philosophen von Friedrich Dürrenmatt bis Martin Heidegger, die mit der Erker-Galerie verbunden waren, sind legendär. Galerie, Presse und Verlag waren jenes Dreigestirn, das den ökonomischen Erfolg mit breiter künstlerischer Wirkung und intellektueller Brillanz verband.

Werke aus der privaten Sammlung von Franz Larese und Jürg Janett, die dem Kunstmuseum St.Gallen 2007 und 2017 geschenkt wurden, sind nun erstmals im Überblick zu sehen. Von Otto Dix und Hans Arp bis zu Antoni Tàpies, von Hans Hartung bis zu Günther Uecker wird die Nachkriegsmoderne in ungeahnter Fülle im Kunstmuseum St.Gallen gegenwärtig sein: die Geschichte der Erker-Galerie von Franz Larese und Jürg Janett im Spiegel ihrer privaten Kunstsammlung.

Die Geschichte der Erker-Galerie ist sorgfältig archiviert und in grossartigen Fotografien von Franziska Messner-Rast und Franz Larese dokumentiert. Diese Aufnahmen begleiten die Meisterwerke der Nachkriegsmoderne und bilden eine der Leitlinien der Ausstellung.

Kurator: Roland Wäspe

Öffnungszeiten
Di - So 10 - 17 Uhr, Mi 10 - 20 Uhr

Bild: Stefan Rohner
Michael Guggenheimer