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Gesundheit
02.07.2021

Kantonsspital Graubünden soll ab 2023 Spital Walenstadt betreiben

Das Spital Walenstadt SG könnte in Zukunft vom Kantonsspital Graubünden betrieben werden. Entsprechende Absichtserklärungen aus St. Gallen liegen vor (Archivbild). Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Das Regionalspital Walenstadt SG könnte ab Anfang 2023 vom Kantonsspital Graubünden betrieben werden. Dies geht aus vier Absichtserklärungen hervor, die der Lenkungsausschuss unter dem Vorsitz des St. Galler Gesundheitsdirektors Bruno Damann genehmigt hat.

Das Ziel sei ein Übergabe des Spitals Walenstadt an Graubünden auf den 1. Januar 2023, sagte Damann am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Absichtserklärungen wurden vom Ausschuss am Mittwoch genehmigt. Die rund 300 Mitarbeitenden (Vollzeitstellen) in Walenstadt wurden am Freitag über die Zukunftspläne informiert.

Die Absichtserklärungen regeln, wie der Spitalbetrieb in Walenstadt während der jetzt laufenden Projektphase sichergestellt wird. Eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Graubünden soll bereits verankert werden, wie es im Communiqué des St. Galler Gesundheitsdepartement hiess.

Weiter will der Lenkungsausschuss das künftige mögliche Leistungsangebot des Spitals Walenstadt definieren. Dabei orientiere man sich am Angebot, wie es 2019 - also vor der Coronakrise - bestanden habe, sagte Damann. Allerdings müssten, wie auch bei anderen Spitälern, bestimmte Fallzahlen erfüllt sein.

Gemeinden sollen Gebäude kaufen

Geregelt wird auch die Übertragung von Mobilien, Geräten und Einrichtungen von der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, zu der das Spital Walenstadt gehört, ans Kantonsspital Graubünden. Die Spitalgebäude und das Land sollen die Sarganserländer Gemeinden für acht Millionen Franken kaufen.

In einer zweiten Projektphase ab August will der Kanton St. Gallen die Übertragung des Spitalbetriebs weiter ausarbeiten und regeln. «Ein zentraler Aspekt werden die Anstellungsverhältnisse der Mitarbeitenden am Spital Walenstadt sein», hiess es dazu im Communiqué.

In einer dritten Phase könnten danach der St. Galler Kantonsrat, das Kantonsspital Graubünden und die Sarganserländer Gemeinden alle nötigen Entscheide über das künftige Leistungsangebot, die Trägerschaft und den Betreiber des Spitals Walenstadt treffen. Einen Zeitplan nannte der Kanton St. Gallen noch nicht.

Glarus indirekt beteiligt

Nicht gesprochen habe man mit dem Kanton Glarus, sagte der St. Galler Gesundheitsdirektor. Glarus habe eine Vereinbarung mit Graubünden und könnte auf diese Weise indirekt an der künftigen Spitallösung in Walenstadt beteiligt werden.

Keystone-SDA/Toggenburg24