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Gesundheit
13.01.2021

Warum Vitamin C-Infusion bei Covid-19?

Vitamin C (Symbolbild)
Ein Freund von uns erkrankte an Covid-19 und erzählte uns, dass er eine Vitamin C-Infusion bekommen würde. Warum wusste er nicht. Ich ging der Sache nach.

Quelle: Informationen von Pascoe Naturmedizin

Vitamin C wird eingesetzt, um die Dauer eines Infekts zu verkürzen. Ein Review lässt nun die Vermutung zu, dass es möglicherweise bei COVID-19 sogar die Mortalität senken könnte.

Vitamin C ist bedeutsam für den Verlauf

Anfang Dezember 2020 wurde in der Zeitschrift «nutrients» (online 7. Dezember) eine Übersicht über 100 Studien rund um Vitamin C veröffentlicht.

Fazit: Vitamin C ist bedeutsam für den Verlauf sowohl von leichten wie auch schweren Infektionen. Der federführende Autor Patrick Holford hebt in der Studienübersicht hervor, dass die Resultate der Studien eine weite Spanne an Wirkungen aufzeigten.

Die Resultate reichten von der Feststellung, dass die Einnahme von 8 x 1g Vitamin-C-Tabletten während eines Infektes die Infektion auf 24 Stunden verkürzen könne, bis hin zu Hinweisen einer ersten Pilotstudie, dass die Sterblichkeit bei kritischen kranken COVID-19-Patienten durch hochdosiertes intravenöses Vitamin C um 68 Prozent verringert werden könnte, so das Unternehmen Pascoe. Die merkliche Senkung der Sterblichkeit durch hochdosiertes intravenöses Vitamin C lasse hoffen, dass dieses einfache Molekül als Therapie-Option möglicherweise einen «Game Changer» darstelle. (eb)

Link zu diesem Thema

Vitamin-C-Infusionen-bei-COVID-19

Mehr zum Thema Vitamin-C-Hochdosis-Therapie unter:
www.aerztezeitung

Natürliche Quelle für Vitamin D

Vitamin D, das wir fast alle zu wenig haben

Weiter interessant fand ich noch im Zusammenhang von Corona und Vitaminen, dass das Vitamin D auch sehr entscheidend sein kann bei der Behandlung von Covid-19.

Streiten lässt sich ja bekanntlich über vieles. Unstrittig ist allerdings, dass eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralien für ein funktionierendes Immunsystem unerlässlich ist.

Grund genug für viele Forschende rund um den Globus, zu untersuchen, ob nicht einzelne Mikronährstoffe - gezielt eingesetzt - den Verlauf einer COVID-19-Infektion mildern und so schwere Folgen oder gar den Tod von Patienten verhindern können.

Martin Smollich, Pharmakologe und Professor am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Lübeck,  forscht selbst zu Mikronährstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln. In einer Zeit, in der der Einfluss von Vitaminen und Co. entweder aus ideologischen und wirtschaftlichen Gründen stark überhöht oder abwertend belächelt wird, bemüht sich Smollich um ein differenziertes Bild. 

Von 50 Patienten einer auf der Intensivstation

Das Ergebnis der Studie von Castillo stimmt auf den ersten Blick optimistisch: Von den 50 COVID-19-Patienten, die Vitamin D verabreicht bekamen, landete nur einer auf der Intensivstation. In der Kontrollgruppe, also den Probanden, denen kein Vitamin D verabreicht wurde, wurden hingegen 50 Prozent intensivpflichtig.

«Bei solchen Studien ist es im ersten Schritt wichtig, sich anzuschauen, wie diese beiden Gruppen zusammengesetzt sind», sagt Smollich. Um die Frage nach der Wirksamkeit von Vitamin D tatsächlich beantworten zu können, müssten die Gruppen möglichst identisch zusammengesetzt sein.

Methodisch sauber?

Doch genau hier liegt das Problem. Die Studie listet einige Risikofaktoren auf und gibt Auskunft darüber, wie viele Patienten unter bestimmten Vorerkrankungen leiden - Diabetes Typ 2 zum Beispiel.

Ohne Vitamin D kränkere Menschen

«Nur sechs Prozent der Probanden in der Gruppe, die Vitamin D bekommen hat, waren Diabetiker. Aber 19 Prozent der Patienten, denen nur ein Placebo gegeben wurde», sagt Smollich.

Noch gravierender ist der Unterschied beim Bluthochdruck: 57 Prozent der Teilnehmer, die kein Vitamin D verabreicht bekamen, litten unter zu hohem Blutdruck. In der anderen Gruppe wurde nur bei 24 Prozent der Probanden ein zu hoher Blutdruck festgestellt.

«Das heißt, in der Gruppe ohne Vitamin D waren die krankeren Menschen», resümiert der Pharmakologe. Und derart heterogene Gruppen verzerren das Ergebnis.

Patricia Rutz/Toggenburg24