Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Lifestyle
05.01.2021

Was geschieht nach der Corona Zeit?

Symbolische Darstellung Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Robuste Säulen in der Krise, Treiber von Veränderung und Chancen zur Innovation. Wie könnte unsere Zukunft wieder neu entstehen?

Wenn wir den Blick über den Tellerrand der aktuellen Virus-Krise lenken, empfangen wir unklare Bilder der Zukunft. Wir ahnen: Vieles wird anders.

Es könnte vier Szenarien geben, um das Kommende vorwegzunehmen. Szenarien nehmen die Zukunft aber nicht vorweg, sie geben uns Hinweise auf das, was möglicherweise zu unserer neuen Zukunft wird. 

Pandemie Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Wie können wir lernen, neue Bilder der Zukunft zu zeichnen?

Als Konstanten des Wandels liegt in ihnen jene Zukunft eingeschrieben, mit der wir uns als Gesellschaft schon längst angefreundet haben.

Sicherheit zum Beispiel, oder seit kurzem auch Neo-Ökologie, Urbanisierung, Globalisierung und Gesundheit. 

Dafür gibt es sogenannte Megatrends. Megatrends rahmen den langsamen Wandel der Gesellschaften. Daher sind Megatrends nie neu. Sie sind wie alte Bekannte. Man lebt mit Ihnen, reibt sich an ihnen und lernt sich und die Welt dadurch besser kennen.

 

Nun stellt sich aber eine Frage

Gibt es so etwas wie eine Konstante des Wandels überhaupt noch? Oder, werden durch Corona alle Grenzlinien neu gezogen. Wir können z.B. lernen einzuschätzen, wie sich die chaotische Situation von Corona auf unsere Welt auswirkt.

Die Brücken in die Zukunft

An fünf Komponenten werden sich die robusten Brücken in die Zukunft errichten lassen.

Dabei handelt es sich wenig überraschend um die beiden wichtigsten Komponenten wie Sicherheit und Gesundheit, gefolgt von Konnektivität (soziale Verbindungen durch Kommunikationssysteme), wie auch Individualisierung und Globalisierung.

An diesen Komponenten wird sich die Zukunft ausrichten. Man kann sie lesen wie das strategische 1x1 der kommenden Jahre.

Wir werden als Gesellschaft Antworten brauchen für den Umgang mit diesen Komponenten. Sowohl in kultureller und technischer Hinsicht als auch im Regelwerk, auf das sich die Bürger dieser Welt verlässlich beziehen können.

Brücken schlagen Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

New Work ist die Frage der Arbeitssituation

Im Epizentrum des Corona-Desasters stehen drei Komponenten, die sich in den kommenden Jahren als wahre Innovationstreiber herausstellen werden.

Da diese Komponenten sehr von der Krise betroffen sind. Daher werden sie auch zu Change-Motoren unserer Gesellschaft und Wirtschaft. New Work zum Beispiel. Denn die Frage, wie und wo wir arbeiten, verhandelt sich nun im Sekundentakt. Viel wurde beraten darüber, wie sie aussehen könnte, diese neue Arbeit. Nun folgt der Übergang vom Wort zur Tat: Jetzt kommt es darauf an, dass neue Muster der Arbeit in Echtzeit eingeführt werden.

Umgang mit dem Alter schwerfällig

Wir schützen «die Alten», aber haben wir sie dadurch schon reintegriert in unsere hektische Gesellschaft? Die letzten Jahre waren geprägt von einer Anti-Aging-Haltung. Die Zukunft einer älteren Gesellschaft gehört dem Pro Aging.

Anti-Aging nein! Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Der Planet Erde konnte durchatmen

Nicht zuletzt wird sich der Wechsel auch an der mächtigsten Komponente unserer Zeit messen: der Neo-Ökologie.

Die Corona-Krise hat den Planeten durch den Zwangs Stopp zum Durchatmen gebracht. Flüge sind gestrichen, Fabriken stehen. Der Himmel über China ist wieder zu sehen. Was nun folgen wird, ist ein schierer Run auf das Neubewusstsein im Umgang mit unserem Planeten. Wir haben final verstanden, dass auch wir «nur» Natur sind.

Weltkugel Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Innovationen sind gefragt

  • Wer braucht in Zeiten von Corona schon den Gender Shift (Zukunft der Geschlechterrollen)?
  • Wie wichtig kann die Wissenskultur sein, wenn Leben auf dem Spiel steht?
  • Wie viel mehr Mobilität brauchen wir noch, wenn doch alle zu Hause arbeiten?
  • Oder warum sollten wir noch mehr Urbanisierung wollen, wenn wir doch erstmal mit dem globalen hadern?
  • Gerade jetzt, wo die Welt sich so radikal und rapide ändert, werden wir gezwungen, anders zu denken, andere Prioritäten zu setzen.
  • Was wird es in Zukunft für Trends geben?
  • Worin liegt die Kraft und Stärke dieser Trends, an der wir uns orientieren können?
  • Wie wird sich der Trend ändern und in neuer Firn aus dem Krisenmodus heraus kommen?

Viele Fragen werden nach der Corona Pandemie aufkommen und uns noch lange beschäftigen.

Es sieht so aus, als würde sich die Zukunft gerade neu schreiben. Noch haben wir die Antworten nicht, doch wir können sie gemeinsam erarbeiten.

 

Von einer entfernten Gefahr zur Pandemie

Corona ist von einer entfernten Gefahr zu einer akuten Pandemie avanciert, die massive Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringt. Diese ernste Situation befeuert Emotionen, die wir unter Kontrolle bringen müssen, um weiterhin klug entscheiden und handeln zu können. Jetzt ist Zeit für den Vor-Sicht-Modus.

Patricia Rutz/Toggenburg24