Dieser renoviert die Fahrzeuge umfassend und verkauft sie an die ungarischen Staatsbahnen MAV, wo sie ein zweites Leben erhalten. Der Verkaufserlös kommt dem regionalen Personenverkehr in der Schweiz zugute, da sich die Beiträge von Bund und Kantonen an Thurbo reduzieren. Damit wird eine ökologisch und finanziell nachhaltige Lösung mit Mehrwert für alle beteiligten Parteien realisiert.
Die GTW-Flotte von Thurbo umfasst insgesamt 110 Fahrzeuge. Zwischen 2002 und 2008 wurden 82 GTW beschafft, 2012/2013 weitere 15 Fahrzeuge dazugekauft und 2017/2018 zusätzlich 13 Occasions- GTW von der SBB übernommen. Bei der Ausrangierung wird jedes dieser Fahrzeuge rund fünf Millionen Kilometer zurückgelegt haben und mehrfach revidiert worden sein. U.a. wurden die Motordrehgestelle ersetzt, die Bodenbeläge erneuert, die Lüftungen und Klimageräte aufgearbeitet und die Fahrzeughülle neu lackiert. Das gestaffelte Revisionsprogramm wurde auf eine 25jährige Einsatzdauer ausgerichtet.
Nachhaltige Lösung mit Mehrwert für alle
Die ungarischen Staatsbahnen MAV haben in den nächsten Jahren einen zusätzlichen Bedarf an Rollmaterial und haben Interesse für einen Occasionskauf signalisiert. Stadler hat nach umfangreichen Abklärungen zum Beschaffungsprozess, zum Umbaubedarf und zu den Kriterien für die Wiederzulassung in Ungarn, Thurbo ein Angebot für den Kauf von 93 Gelenktriebwagen unterbreitet. Über den Verkaufspreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Stadler übernimmt die Fahrzeuge gestaffelt zwischen 2027 und 2034 und wird sie vollständig renovieren und nach den Bedürfnissen der ungarischen Staatsbahnen umbauen.
Der Verkauf der GTW-Flotte von Thurbo an Stadler mit anschliessendem Umbau und Weiterverkauf durch Stadler an MAV bringt Vorteile für alle Beteiligten: Anstelle der Wiederverwertung von einzelnen Fahrzeugkomponenten in einem aufwändigen Projekt durch Thurbo sorgt Stadler für ein zweites Leben und damit für die weitere ökologisch und finanziell nachhaltige Nutzung der Fahrzeuge. Der Verkaufserlös von Thurbo fliesst vollumfänglich in den regionalen Personenverkehr der Schweiz zurück, wodurch die Abgeltungen von Bund und Kantonen sinken und die öffentliche Hand entlastet wird.