Der Alte Silvester hat mit dem Übergang in der Kalendergeschichte zu tun, genauer mit dem Übergang vom julianischen zum gregorianischen Kalender.
Bis ins 16. Jahrhundert galt in Europa der julianische Kalender (eingeführt von Julius Cäsar). Dieser war minimal zu lang (ca. 11 Minuten pro Jahr). Über Jahrhunderte verschob sich dadurch das Jahr gegenüber dem Sonnenstand um 10 bis 11 Tage.
So führte Papst Gregor XIII. den gregorianischen Kalender ein, um die Verschiebung zu korrigieren. Es wurden einfach 10 Tage übersprungen. Der 1. Januar wurde neu festgelegt.
Warum der 13. Januar?
Der Unterschied zwischen julianischem und gregorianischem Kalender wuchs weiter. Heute beträgt er 13 Tage. Der alte 31. Dezember (julianisch) fällt deshalb auf den 13. Januar (gregorianisch).
Er wird in ländlichen Regionen wie dem Appenzellerland und angrenzenden Toggenburg (z.B. Hemberg) noch gefeiert, weil sich die die bäuerlichen Gegenden lange am alten Rhythmus festhielten und die alten Traditionen nicht abrupt aufgegeben wurden, entstand eine Doppelfeier, nämlich der neue Silvester am 31. Dezember und der alte am 13. Januar. Der alte Silvester liegt näher an der Wintermitte, wirkt archaischer, ruhiger und ursprünglicher.