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Lütisburg
17.08.2020

Lohnt es sich noch, Gottesdienste zu feiern?

Begrüsst wurde Larissa Krieg mit einem lachenden Spitzbueb (links) und verabschiedet wurde Hanspeter Künzli mit einem Spitzbueb mit «Lätsch». Bild: Evangelische Kirchgemeinde Lütisburg
Bleibt Jesus Christus als Sohn Gottes nur noch als religiöse Legende in Erinnerung, dem wir noch die Feiertage verdanken?

Im Festgottesdienst vom Sonntag, 9. August 2020 wurde Hanspeter Künzli mit einem weinenden Auge («Spitzbueb mit Lätsch») als Liegenschaftsverwalter verabschiedet. Im Gegenzug konnte Larissa Krieg, angehende Pflegefrachfrau HF, mit einem lachenden Auge («Spitzbueb mit Smile») als neue Kirchenvorsteherin vom Präsidenten Enzo Fuschini begrüsst werden.

Doch fragte sich Pfarrer Fabian Kuhn zu Beginn der Predigt in der reformierten Kirche Lütisburg, ob es sich überhaupt noch lohne, Gottesdienste zu feiern?

Kirche liege im Sterben...?

Er nahm Bezug auf einen Artikel in einer deutschen Zeitschrift, in dem prophezeit wurde, dass die Kirche eine palliative Behandlung brauche, es gelte die Schmerzen zu lindern, da die Kirche ja im Sterben liege. Sektenkenner Hugo Stamm übernahm die Zeilen, änderte den Schluss aber ab. Im Originaltext des deutschen Pfarrers hiess es, dass die Kirche zwar im Sterben liege, der Glaube aber überleben werde.

Hugo Stamm hingegen wagte die These, es sei wahrscheinlicher, dass Jesus mit dem Untergang der kirchlichen Institutionen seinen Status als Sohn Gottes verlieren und nur noch als religiöse Legende in Erinnerung bleiben werde.

60% gehören einer religiösen Gemeinschaft an

Für den Pfarrer Fabian Kuhn und den evangelischen Präsidenten der Kirchgemeinde Unteres Toggenburg, Enzo Fuschini ist klar, dass die Kirche nicht zu Ende ist, denn ein Viertel der Bevölkerung sei reformiert und 60% gehörten einer religiösen Gemeinschaft an. Auch das Engagement von Hanspeter Künzli, Tufertschwil, und Larissa Krieg, Lütisburg-Station, bewiesen das Gegenteil.

Der Gottesdienst wurde von Franziska Pfister an der Orgel und Pierre Schweizer, Trompete, begleitet. Danach wurde im Freien ganz im Sinne von Pfarrer Fabian Kuhn angestossen. Er stellte seine Predigt unter die Verse von Matthäus, 18–20; «Denn, wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…» und zeigte auf, wie Jesus seine Kirche definiert.

Predigt und Gottesdienst sind abrufbar auf:
www.ref-unterestoggenburg.ch
www.youtube.com

 

Kontakt:

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Toggenburg, Innerfeld 64, 9606 Bütschwil, 071 983 10 89
info@ref-unterestoggenburg.ch

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