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05.05.2022
07.05.2022 07:15 Uhr

Notfalltreffpunkte im Toggenburg als Anlaufstellen bei grossen Ereignissen

Pascal Stöckli, Kommandant regionale Zivilschutzorganisation Toggenburg, Christoph Brunner, Präsident des Feuerwehrverbandes Toggenburg und Ueli Tanner, Kommandant Feuerwehr Neckertal führen das vorhandene Material bei einem Einsatz eines Notfalltreffpunktes vor. Bild: Regionaler Führungsstab Toggenburg
Im Verlauf der letzten Monate wurden im Toggenburg 23 Notfalltreffpunkte errichtet. Die Notfalltreffpunkte, welche mit Tafeln markiert sind, dienen der Bevölkerung als Anlaufstellen, so z.B., wenn die Notrufnummern nicht mehr erreichbar sind.

Bei einem Grossereignis wie Stromausfall, grosse Überschwemmung oder Ausfall der Trinkwasserversorgung kann beim Notfalltreffpunkt die Bevölkerung vor Ort unterstützt werden oder bei einer Evakuierung wäre dort der Sammelplatz. Über die Inbetriebnahme des Notfalltreffpunkt wird über Radio und die App «alertswiss» aufmerksam gemacht. Betrieben werden die Notfalltreffpunkte unter der Führung des regionalen Führungsstabes von den lokalen Feuerwehren und der Zivilschutzorganisation Toggenburg.  

Im Nachgang zu einer grossangelegten Übung im Jahr 2014 wurde schweizweit festgestellt, dass ein Bedürfnis besteht, die Bevölkerung auch unterstützen und erreichen zu können, wenn alle Notrufnummern ausfallen, ein Grossereignis eingetreten ist oder z.B. Trinkwasser aufgrund von vereinigtem Wasser an die Bevölkerung abgegeben werden muss. In sieben Kantonen und der Stadt Zug wurden dafür sog. Notfalltreffpunkte erstellt. Diese befinden sich an jeweils gut erreichbaren Plätzen. Im Toggenburg wurde in den letzten Monaten 23 Notfalltreffpunkte erstellt. Pro Gemeinde gibt es mindestens ein solcher Treffpunkt. Wo genau in welcher Gemeinde der Notfalltreffpunkt steht, kann auf der Webseite des regionalen Führungsstabes Toggenburg www.rfs-toggenburg.ch oder auf der Website www.notfalltreffpunkt.ch abgerufen werden. Der regionale Führungsstab Toggenburg ruft die Bevölkerung auf, sich zu informieren, wo in ihrer Gemeinde sich der Notfalltreffpunkt befindet. Im letzten Jahr wurde zudem eine diesbezügliche Broschüre in alle Haushalte versendet.

Wann muss die Bevölkerung ein Notfalltreffpunkt aufsuchen?

Ein Notfalltreffpunkt kommt erst zum Einsatz, wenn alle anderen Kommunikationskanäle nicht mehr funktionieren. So wenn z.B. die Notrufnummern wie 112, 117, 118, 144 oder 1414 nicht mehr erreichbar sind. Dies war im Juli 2021 über sieben Stunden lang der Fall. In diesem Fall werden die Notfalltreffpunkte durch die lokale Feuerwehr umgehend in Betrieb genommen. Hat jemand einen Notfall, muss er sich zum nächsten Notfalltreffpunkt bewegen oder jemanden dorthin schicken. Von dort aus werden dann über Funk die Rettungskräfte aufgeboten. Über einen Ausfall der Notrufnummern informieren die Radiosender der SRG oder die App «alertswiss».

Lokale Feuerwehren und Zivilschutzorganisationen betreiben im Notfall die Treffpunkte

Bei einer Inbetriebnahme der Notfalltreffpunkte werden diese in den ersten Stunden von den lokalen Feuerwehren betrieben. Dazu fand in den letzten Wochen im Feuerwehrverband Toggenburg eine Schulung aller Offiziere statt. Bei einem längeren Einsatz werden die Feuerwehren von der Regionalen Zivilschutzorganisation Toggenburg abgelöst. Für jeden Notfalltreffpunkt wurde Material wie Megafon, Radio, erste Hilfe Material, aber auch spezielle Funkgeräte beschafft, so dass vor Ort effizient geholfen werden kann.

Wo genau in welcher Gemeinde der Notfalltreffpunkt steht, kann auf der Webseite des regionalen Führungsstabes Toggenburg www.rfs-toggenburg.ch oder auf der Website www.notfalltreffpunkt.ch abgerufen werden.

Regionaler Führungsstab Toggenburg / Toggenburg 24