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Weltcup-Auftakt der Flugkünstler in Chur

Die internationale Snowboard-Elite zeigt in Chur seine Künste Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD
Allgemeines – Die Freestyler starten am Big Air Festival in Chur in die Olympia-Saison. Der neue Anlass zählt zum Weltcup, Lokalmatador Andri Ragettli fehlt verletzt.

Schweiz statt Neuseeland oder Nordamerika: Mit dem Prolog in Chur starten die Big-Air-Spezialisten zum ersten Mal auf heimischem Boden in die neue Weltcup-Saison. Der Finals der Freeskier steigen am Freitagabend um 18.00 Uhr, jene der Snowboarder am Samstag um die gleiche Zeit. Vorgängig finden auf dem 40 Meter hohen und 110 Meter langen Stahlgerüst jeweils die Qualifikationen statt.

Insgesamt treten 26 Athleten von Swiss-Ski zur Churer Freestyle-Premiere an. Angeführt wird das Schweizer Team von den Freeskierinnen Sarah Höfflin, Mathilde Gremaud und Giulia Tanno sowie den Freeskiern Fabian Bösch und Kim Gubser. Bis auf Tanno standen die Genannten alle schon auf einem Olympia- oder WM-Podest. Tanno, die ihr Comeback nach einem Armbruch gibt, gewann 2019/20 den Big-Air-Weltcup. Als Lenzerheidnerin geniesst sie wie der Davoser Gubser den Support des Bündner Publikums.

Ragettli auf gutem Weg

Der grosse Abwesende ist Andri Ragettli. Der Flimser Big-Air-Gesamtweltcupsieger von 2018/19, der sich im März nach dem Gewinn des WM-Titels im Slopestyle schwer am linken Knie verletzt hat, ist noch nicht startklar. Der Heilungsprozess verlaufe sehr gut, aber Chur komme etwas zu früh, liess der 23-jährige Social-Media-Künstler verlauten. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking im kommenden Februar sei nicht gefährdet, so Ragettli.

Bei den Snowboardern ruhen die Podium-Hoffnungen auf Jonas Bösiger. Der 26-jährige Schwyzer, 2013 Dritter an der Junioren-WM, sprang im Big-Air-Weltcup bislang viermal auf das Podest. Ebenfalls am Start ist Nicholas Huber, der WM-Zweite von 2017 im Slopestyle. Für den Halfpipe-Spezialisten Pat Burgener stellte sich die Frage nach dem ersten Abstecher zum Big Air seit 2015 aufgrund des im März erlittenen Kreuzbandrisses nicht.

Mit den Olympiasiegern, Weltmeistern und X-Games-Champions Anna Gasser (Österreich), Seb Toutant, Mark McMorris (beide Kanada) und Alexander Hall (USA) ist das internationale Teilnehmerfeld stark besetzt.

City Events als Publikumsmagnet

Städtische Freestyle-Events haben sich für die FIS bewährt. Im Gegensatz zu den Wettkämpfen auf den Berggipfeln locken die Anlässe im urbanen Gebiet grosse Massen an. Bereits 2006 fand in Mailand zum ersten Mal ein Big-Air-Weltcup der Snowboarder statt. Seither kamen mitunter Städte in Deutschland, Spanien, England, der Türkei, den Niederlanden, Belgien und Russland zum Zug.

In Chur sind zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr wieder Zuschauer zugelassen. Unter Einhaltung der 3G-Bestimmungen werden an den zwei Tagen rund 17'000 Besucherinnen und Besucher auf dem Event-Gelände erwartet. Umrahmt wird der sportliche Part von diversen musikalischen Show-Acts und anderen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Weiter geht es im Olympia-Winter für die Freeskier am 19./20. November im österreichischen Stubaital. Zwei Wochen später stehen am Event in Steamboat (USA) auch die Snowboarder wieder im Einsatz.

  • Fabian Bösch führt die Schweizer Freeski-Equipe in Abwesenheit von Andri Ragettli an Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
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  • Die Bündnerin Giulia Tanno geniesst beim Saisonstart für einmal Heimvorteil Bild: KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL
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Keystone-SDA