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22.07.2021

Vielfalt im Neckertal entdecken

Das Gebiet umfasst die drei Gemeinden Hemberg, Oberhelfenschwil und Neckertal.
Das Gebiet umfasst die drei Gemeinden Hemberg, Oberhelfenschwil und Neckertal. Bild: Landschaftskonzept Neckertal
Seit 14 Jahren setzt sich das Landschaftskonzept Neckertal (LKN) für die Aufwertung verschiedenster Lebensräume und somit für eine bessere Biodiversität ein. Ziel ist, möglichst günstige Lebensbedingungen zu schaffen.

Das Landschaftskonzept Neckertal (LKN) setzt sich auf dem Gebiet der drei Gemeinden Hemberg, Oberhelfenschwil sowie Neckertal für die Aufwertung verschiedenster Lebensräume und somit für eine bessere Biodiversität ein. Das Ziel ist, für Tiere und Pflanzen möglichst günstige Lebensbedingungen zu schaffen. Zielführende Massnahmen sind dabei unter anderem das Auslichten von Waldflächen, die Gestaltung von fliessenden Übergängen zwischen geschlossenem Wald und Offenland, das Freihalten von Waldlichtungen sowie das Pflanzen von Obstbäumen und Hecken.

Vollständiges Bild der Artenvielfalt

Im Rahmen des Monitorings zum Landschaftskonzept Neckertal sind drei Personen auf 12 festgelegten Routen im Neckertal unterwegs. Diese Routen führen durch Wälder, Wiesen, Weiden und entlang von Bächen. Die Kartierer bitten die Bewirtschafter und Grundbesitzer um Verständnis, da nicht alle Abschnitte auf offiziellen Wegen verlaufen. Die Beobachter notieren alle Schmetterlinge, Heuschrecken, Libellen und ausgewählte Vogelarten, welche sie feststellen können. Zusätzlich werden auch weitere Zufallsbeobachtungen aufgenommen. Dadurch, dass jede Route zweimal im Jahr begangen wird, kann ein möglichst vollständiges Bild der Artenvielfalt im Neckertal gemacht werden. In den ersten beiden Jahren des Monitorings konnten so 55 Schmetterlings-, 23 Heuschrecken- und 20 Libellenarten beobachtet werden. Ziel ist es, eine bessere Kenntnis der Artenvielfalt im Neckertal zu bekommen. 2019 fanden Testbegehungen statt, 2020 bis 2022 wird das Monitoring regulär durchgeführt.

Bei Fragen

zum Monitoring können Sie sich gerne an Maya Valentini vom Scherrer Ingenieurbüro Nesslau wenden unter m.valentini@scherrer-ingenieurbuero.ch oder 071 994 22 44.

Neuntöter beobachtet

Von den beobachteten Arten konnten bis jetzt zehn zum ersten Mal im Projektperimeter beobachtet werden. Dazu zählen die Falkenlibelle, der Kleine Blaupfeil, die Kleine Zangenlibelle, die Gebänderte Prachtlibelle, der Grosse Schillerfalter, das Grosse und das Kleine Fünffleckwidderchen. Zudem konnten in mehreren extensiv genutzten Weiden Neuntöterfamilien beobachtet werden. Der Neuntöter ist eine Vogelart, welche sich von Insekten ernährt und zum Brüten auf Dornbüsche wie Rosensträucher angewiesen ist.

Neckertal, Landschaftskonzept/Toggenburg24