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Hemberg
08.07.2021

Vertieft mit der Ortsplanung auseinandergesetzt

Zuerst Vorstellung der Unterlagen und dann öffentliche Fragestunde Anfang September.
Zuerst Vorstellung der Unterlagen und dann öffentliche Fragestunde Anfang September. Bild: hemberg.ch
Mittlerweile wurden die wichtigen Themas vom Kanton vorgeprüft, und es müssen nur noch ein paar wenige Details geklärt werden. Vorgesehen ist, die Unterlagen an einer öffentlichen Orientierungsversammlung vorzustellen.

Der Gemeinderat Hemberg hat sich in den letzten Jahren vertieft mit der Ortsplanung auseinandergesetzt. Mittlerweile wurden der neue kommunale Richtplan, der neue Zonenplan und das neue Baureglement vom Kanton vorgeprüft und es müssen nur noch ein paar wenige Details geklärt werden. Es ist vorgesehen, die Unterlagen an einer öffentlichen Orientierungsversammlung vom Freitag, 27. August 2021, um 20.00 Uhr in der Turnhalle Hemberg vorzustellen. Nachfolgend ist eine öffentliche Fragestunde am Samstagvormittag, 4. September 2021, ab 9.00 Uhr im Kirchgemeindesaal Hemberg geplant, um auf einzelne Anliegen konkreter eingehen zu können. Die Einladungen mit weiteren Angaben und Informationen dazu folgen in den nächsten Mitteilungsblättern nach den Sommerferien.

Mit diesem Vorgehen erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, sich zu orientieren, zu den Planungsinstrumenten Fragen zu stellen und zugleich Stellung zu nehmen. In einem zweiten Schritt werden die verschiedenen Anliegen durch den Gemeinderat geprüft, bewertet und bedarfsgerecht in die überarbeitete Version der Ortsplanung übernommen. Erst danach erfolgt die öffentliche Auflage. Zonenplan und Baureglement werden öffentlich aufgelegt und unterstehen anschliessend dem fakultativen Referendum. Abschliessend erfolgt die Genehmigung durch das kantonale Amt für Raumentwicklung und das umfassende mehrstufige Mitwirkungsverfahren ist beendet.

Ausgelöst wurde dieser ganze Prozess mit der Annahme des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes im Jahr 2013 durch das Schweizer Stimmvolk, um unsere freie Kulturlandschaft besser zu schützen. Demnach sind die Bauzonen so festzulegen, dass sie gemäss dem St. Galler Berechnungsmodell dem voraussichtlichen Bedarf für 25 Jahre entsprechen und die Einzonung von neuem Bauland ist künftig an mehr Voraussetzungen gebunden. So muss die Siedlungsentwicklung mit einer besseren Nutzung der bestehenden Baugebiete verbunden sein. Die Überarbeitung des Hemberger Richtplans sowie des Rahmennutzungsplans (Zonenplan und Baureglement) erfolgt demzufolge nicht, um die Ortsplanung in Hemberg neu zu erfinden, sondern um die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen. 

Nun steht die Sommerferienzeit vor der Tür und mit den bereits in Kraft gesetzten Lockerungsmassnahmen, dank der erfreulichen Reduktion der Corona-Infektionen, haben wir gute Aussichten auf eine entspanntere und erholsame Zeit. So wünsche ich Ihnen genussvolle, sonnige Tage in geselliger, anregender Gesellschaft und regenerierender Umgebung. 

Gemeindepräsident Christian Gertsch Hemberg/Toggenburg24