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Leserbrief
Kanton
11.05.2021

«Über 100 Millionen für das Spital Wil»

Spital Wattwil (Archivbild).
Spital Wattwil (Archivbild). Bild: zVg
Leser Othmar Keller über das systematische Ausbluten der Spitäler und warum er denkt, dass Bruno Damann sich hinter Paragraphen und Erklärungen versteckt.

Die Argument zur Erhaltung des Spitals Wattwil sind längst bekannt. Die Unterschriftensammlung dazu zeigte eine beeindruckende  Zustimmung zu einer Grundversorgung im Toggenburg. Viele Bürger stellen sich gegen das jahrelange, systematische Ausbluten unseres Spitals. Dazu wird im Juni die Gesamtbevölkerung des Kantons ihre Meinung sagen können.

In der Stellungnahme von Gesundheitschef Damann äussert er sich mit keinem Gedanken zum Volkswillen einer Region. Er versteckt sich hinter Paragraphen und Erklärungen. Alles sei schon gelaufen und eine Schliessung sei sowieso beschlossen. Gilt denn der Spruch immer noch: «Die da oben machen sowieso was sie wollen.»

Die Spitalstrategie des Kantons ist in einer Sackgasse. Nötig wäre eine Ueberarbeitung mit langfristige Planung und  kantonsübergreiffenden Spitalstandorten. Dadurch wäre der bevorstehende Ausbau in Wil von über 100 Millionen in Frage gestellt. Es wird jetzt schon angezweifelt, ob die nötigen Fallzahlen erreicht werden können. Ueber die Schliessung wird, nicht nur hinter vorgehaltener Hand, diskutiert. Einigen Politker und Oekonomen betrachten dies als mögliches Szenarium. Die logische Folge wäre dann, ein schon gebautes Spital in Wattwil zu erhalten und als wichtiges Standbein zum KS St.Gallen zu betreiben.

Dazu müssten jedoch viele, von uns gewählten, Politiker in der Lage sein zurück auf Feld eins zu gehen. Es ist nicht immer einfach Irrtümer einzugestehen und sich auf Neues, Zukünftiges einzulassen.

Othmar Keller, Wattwil