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Kanton
08.04.2021

St.Galler Bevölkerung wächst – Boom in Schmerikon

Schmerikon wuchs 2020 sowohl relativ als auch absolut am stärksten im ganzen Kanton St.Gallen. Bild: ZVG / Gemeinde Schmerikon
Nach provisorischen Zahlen lebten Ende 2020 514'379 Menschen im Kanton St. Gallen. Damit wuchs die ständige Wohnbevölkerung im letzten Jahr um ca. 3'600 Personen. Spitzenreiter war Schmerikon.

Von den übrigen Ostschweizer Kantonen verzeichneten im Jahr 2020 die Kantone Thurgau (+1,2%) und Schaffhausen (+0.9%) ein noch grösseres Bevölkerungswachstum.

Gesamtschweizerisch wuchs die ständige Wohnbevölkerung, wie bereits schon in den Vorjahren, um 0,7 Prozent.

Zuwachs so gross wie Einwohnerzahl Mörschwils

2020 ist die ständige Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen um 3'645 Personen auf 514'379 Personen gewachsen. Der Zuwachs entspricht etwa der Einwohnerzahl der Gemeinde Mörschwil.

Im Kanton St.Gallen hat sowohl die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer (+0,4%; +1'433) wie auch der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung (+1,8%; +2'212) eine Zunahme erfahren.

Jede dritte Gemeinde mit leichtem Rückgang

Zwei Drittel der Gemeinden (62 von 77 Gemeinden) sind gegenüber dem Vorjahr gewachsen, ein Drittel der Gemeinden verzeichnet einen (leichten) Bevölkerungsrückgang. Die Gemeinden mit rückläufigen Einwohnerzahlen sind über den ganzen Kanton verteilt.

Das stärkste prozentuale wie auch absolute Wachstum weist die Gemeinde Schmerikon auf (+5,4%; +205 Personen). Umgekehrt erfuhr die Gemeinde Pfäfers den grössten prozentualen Rückgang (-1,8%; -28 Personen) und die Gemeinde Gossau den grössten absoluten Rückgang (-0,7%; -123).

Wachstum in sämtlichen Wahlkreisen

Insgesamt verzeichnen alle Wahlkreise einen Bevölkerungszuwachs. Der Wahlkreis Sarganserland liegt mit einem Plus von 1,2 Prozent an der Spitze, während der Wahlkreis St.Gallen mit einem Plus von 0,1 Prozent das tiefste Bevölkerungswachstum aufweist.

Knapp ein Viertel AusländerInnen

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ständigen ausländischen Staatsangehörigen um 2'212 auf 127'030 Personen gestiegen. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen liegt Ende 2020 bei 24,7 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

In den Gemeinden Rorschach und St.Margrethen liegt der Ausländeranteil, wie schon in den Vorjahren, mit über 49 Prozent am höchsten, in der Gemeinde Mosnang mit 5 Prozent am tiefsten.

Wachstum wegen Geburtenüberschuss und Zuwanderung

Die Bevölkerungsentwicklung im Kanton St.Gallen ist auf den Geburtenüberschuss (Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle) von 567 Personen, den positiven Wanderungssaldos von 3'135 Personen sowie die Bestandesbereinigung zurückzuführen. Letztere beschreibt alle Veränderungen, die nicht auf demografische Bewegungen zurückzuführen sind.

Woher die Zahlen kommen

Die publizierten Zahlen stammen aus STATPOP, der unter der Leitung des Bundesamtes für Statistik erstellten Statistik der Bevölkerung und der Haushalte.

Die definitiven Zahlen zur ständigen Wohnbevölkerung 2020 werden voraussichtlich Ende August 2021 vorliegen. Erfahrungsgemäss weichen diese jedoch nur marginal von den provisorischen Werten ab. Die Zahlen zur Wohnbevölkerung 2020 (ständige Wohnbevölkerung plus nicht-ständige Wohnbevölkerung und Personen mit Nebenwohnsitz) werden ebenfalls Ende August 2021 publiziert.

Die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen arbeitet bei der Erhebung und Auswertung von Statistikdaten mit dem Bundesamt für Statistik zusammen und orientiert sich wie dieses an den Grundsätzen einer fachlich unabhängigen öffentlichen Statistik auf wissenschaftlicher Grundlage.

Die Statistik der Bevölkerung und Haushalte STATPOP wird unter Mitarbeit der Kantone und Gemeinden vom Bundesamt für Statistik produziert. Die Fachstelle für Statistik erstellt regionalisierte Auswertungen auf der Basis der gesamtschweizerischen Einzeldaten. Die Publikation der Ergebnisse ist mit dem Bundesamt für Statistik koordiniert und erfolgt am gleichen Tag.

www.statistik.sg.ch