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Sport In-/Ausland
24.01.2021
24.01.2021 16:15 Uhr

Biathlon-Frauen mit Aufwärtstrend

Guter Start, schlechte Fortsetzung: Irene Cadurisch brachte die Schweizer Staffel als Startläuferin gut auf Kurs, doch Selina Gasparin (re.) leistete sich zu viele Schiessfehler Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
Biathlon – Die Schweizer Frauen-Staffel schafft auch beim vierten Biathlon-Weltcup kein Spitzenergebnis, mit dem 8. Platz aber immerhin das beste Resultat in dieser Saison.

Im letzten Winter waren die Schweizerinnen mit drei Podestplätzen die grossen Aufsteigerinnen, die Bestätigung fällt nun aber schwer. Elf Nachlader und sogar eine Strafrunde waren beim überraschenden Sieg der Russinnen in Antholz ein zu grosses Handicap für eine bessere Klassierung.

Im Südtirol war es ausgerechnet die routinierte Selina Gasparin, die im Schiessstand am meisten sündigte. Mehr als die Hälfte der Fehlschüsse und vor allem auch die Strafrunde gingen auf ihr Konto. Damit lagen die Schweizerinnen nach der Hälfte des Pensums nur im 13. Rang. Elisa Gasparin, die fehlerlos schoss, und Lena Häcki machten dann noch fünf Positionen gut.

Wegers Risiko geht nicht auf

Ähnlich durchzogen ist die Bilanz von Benjamin Weger im Massenstartrennen der Männer. Eine Woche nach dem 3. Platz in Oberhof zeigte der 31-jährige Walliser zu drei Vierteln eine formidable Leistung, wegen drei Fehlern im zweiten Liegendschiessen reichte es ihm aber nur zum 17. Rang. Weger experimentierte bei diesem zweiten von vier Schiessen entgegen seinem Naturell mit viel Risiko. Er schoss schnell - aber eben dreimal daneben. Die drei Strafrunden warfen ihn weit zurück. Er wollte wohl im letzten Rennen vor der WM nochmals etwas ausprobieren.

Jeremy Finello schoss beim Sieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö sogar sieben Strafrunden und wurde 27. von 30 Läufern, die im Massenstartrennen jeweils startberechtigt sind.

Keystone-SDA