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Mosnang
12.11.2020

Mosnang stellt sich vor

Luftaufnahme Mosnang Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Mosnang wurde 854 erstmals als Masinang erwähnt.

Zur Gemeinde Mosnang gehören Dreien, Mühlrüti und Libingen.

Mosnang wurde 854 erstmals als Masinang erwähnt. 1217 wird erstmals ein Leutpriester, 1275 eine Pfarrei erwähnt. Turm und Teile der Pfarrkirche St. Georg und Theodul stammen aus der Zeit um 1200.

Das ausserhalb dieser Grenzen liegende Gebiet Mosnangs mit den Dörfern Mühlrüti und Libingen gehörte zum fürstäblichen Niedergericht Bazenheid.

Als Teil des Amtes Tannegg unterstand das Dorf Mosnang niedergerichtlich dem Bischof von Konstanz, ab 1693 dem Kloster Fischingen.
Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei den Grafen von Toggenburg, nach 1468 bei der Fürstabtei St. Gallen.
Während der ersten grossen Pest im Toggenburg ,1564 bis 1569 starben 80 Prozent der Bevölkerung.
Nach der Einführung der Reformation 1528 kehrte Mosnang ab 1531 fast vollständig zum alten Glauben zurück.

Symbolbild zur Pest Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Sehenswürdigkeiten Mosnang

Das Dorf Mosnang ist vor allem bekannt durch seine Pfarrkirche St. Georg und Theodul mit dem Kirchturm. Dieser wurde ursprünglich als Wachturm gebaut und genutzt und später zum Kirchturm umgebaut. Mosnang besitzt ausserdem einen kleinen Skilift, der vor allem von Einheimischen genutzt wird.
An diesem Skilift hat Maria Walliser, eine ehemalige Schweizer Skirennfahrerin, gelernt, auf den «Brettern» zu stehen.

Mosnanger Kirche Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Maria Walliser Symbolbild Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

1751 löste sich Libingen, 1764 auch Mühlrüti von der Pfarrei Mosnang.
1803 wurden die vormals zum Bazenheider Gericht gehörenden Dörfer Libingen und Mühlrüti mit Mosnang zu einer Orts- sowie zu einer politischen Gemeinde vereinigt.
Im Rahmen der sankt-gallischen Verfassungskämpfe war Mosnang von 1831 bis 1861 Versammlungsort der Alttoggenburger Bezirksgemeinde.
1886 zerstörte ein Brand Teile des Mosnanger Dorfkerns.

Symbolbild für die Industrialisierung Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Kantonale Strafanstalt Bitzi

Trotz der starken Industrialisierung des Toggenburgs im 19. Jahrhundert blieb Mosnang ein Bauerndorf. 
Aus der 1871 gegründete Zwangsarbeitsanstalt ging 1987 die kantonale Strafanstalt Bitzi hervor, die heute als Massnahmenzentrum Bitzi betrieben wird.
Die Ausläufer des Tössstockgebiets sowie des Quellgebiets der Murg sind seit 1996 im Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung registriert.

Symbolbild Strafanstalt Bitzi Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Luftaufnahme Libingen Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Libingen

Der Ort wurde 1416 als Libingen erstmals urkundlich erwähnt. Die Grafen von Toggenburg und die Abtei St. Gallen teilten sich die Vogtei Libingen, die erst 1552 in den Vollbesitz der Abtei kam. Libingen wurde dem Gericht Bazenheid zugewiesen und 1803 der politischen Gemeinde Mosnang zugeteilt.
1840 scheiterte der Versuch, sich von ihr zu trennen.
1751 erfolgte auf Anregung des Priesters Joseph Helg die Loslösung von der katholischen Pfarrei Mosnang und die Errichtung einer eigenen Pfarrei sowie der Bau der barocken, 1769 vollendeten St.-Gallus-Kirche.
An diese baute Helg ein Frauenkloster an, in dem ab 1754 eine Schwesterngemeinschaft die ewige Anbetung pflegte.
Der St. Galler Fürstabt Cölestin Gugger genehmigte die Klostergründung erst 1760 und sandte zwei Benediktinerinnen aus dem St. Galler Kloster St. Georgen nach Libingen.
1781 verlegte Fürstabt Beda Angehrn das Kloster nach Glattburg. 1754 wurde in Libingen eine Freischule gegründet.

Symbolbild Tuffstein Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Tuffstein für Landesmuseum

1880 bis 1899 wurde Tuffstein aus dem Steinbruch Engelschwand unter der Chrüzegg für sakrale und profane Bauten, z. B. für das Landesmuseum Zürich, verwendet.
1865 wurde in Libingen die erste Ziegenzuchtgenossenschaft der Schweiz gegründet. 
Von 1965 bis 1979 befand sich ein Glockenspiel mit 59 Glocken im Weiler Hofen.

Gallus Kirche Libingen Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Wahrzeichen ist die barocke, im Jahr 1769 vollendete Galluskirche, in der Benediktinerinnen die Ewige Anbetung pflegten. 
Die Lourdesgrotte wurde 1887 durch Kräuterpfarrer Johann Künzle erbaut.

Kräuterpfarrer Künzle Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Nach 1531 wieder vollständig katholisch

Im 15. Jahrhundert lag die niedere Gerichtsbarkeit teilweise bei den Grafen von Toggenburg und andernteils bei der Herrschaft Tannegg des Bistums Konstanz.
Die Rechte der Grafen von Toggenburg gelangten 1468 an die Fürstabtei St. Gallen, die von nun an über einen Landvogt in Lichtensteig die hohe Gerichtsbarkeit ausübte.
Die Reformation behauptete sich bis 1531, danach wurde das Dorf wieder vollständig katholisch.

Symbolbild Reformation Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Mühlrüti

Am 30. August 1764 löste sich Mühlrüti von der Pfarrei Mosnang ab und wurde selbstständig.
Die komplizierten rechtlichen Strukturen, bei denen auch der Bischof von Konstanz als geistlicher Oberherr mitzureden hatte, führten vor der Pfarreigründung zu einem langjährigen Ringen um Zuständigkeiten.
Dem St. Galler Fürstabt Cölestin Gugger gelang es, eine Einigung zu erzielen.
Bereits 1763 erfolgte der Rohbau der Kirche, 1766 dann die Konsekration zu Ehren von St. Josef, St. Otmar und St. Theodul.

Luftaufnahme Mühlrüti Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

In Mühlrüti hat sich ein Heiliggrab erhalten, welches in der Karwoche in der Pfarrkirche aufgestellt wird.
Der Paramentenverein kümmert sich um die Instandhaltung liturgischer Textilien.
Der Viehzuchtverein führt alljährlich eine Viehschau durch.

Viehschau Symbolbild Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Kontakt

Gemeinde Mosnang
Hinterdorfstrasse 6
9607 Mosnang
071 982 70 70
info@mosnang.ch
www.mosnang.ch

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