Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Magazin
10.10.2020
09.10.2020 11:17 Uhr

Der Coronatest ist gar nicht so schlimm

Sportredaktor Lars Morger musste am Dienstag zum Coronatest antraben.
March24- & Höfe24-Sportredaktor Lars Morger musste am Dienstag einen Coronatest machen. Ein Erlebnisbericht.

Am letzten Wochenende musste ich stark Husten. Eine Erkältung, nichts weiter – dachte ich zumindest. Als dann am Sonntagabend auch noch Halsweh und am Montag leichtes Fieber hinzukamen, rief ich meinen Arzt an. Besser auf Nummer sicher gehen, dachte ich mir. Wie's in der jetzigen Zeit normal ist, verordnete er mir einen Corona Test. Am Dienstagnachmittag könne ich in die Praxis und bis dahin ja zu Hause bleiben.

Schmerzen beim Corona Test?

Ich habe im Vorfeld schon von Kollegen gehört, dass die Ärzte beim Abstrich in die Nase mit dem Stäbchen fast bis rauf zum Hirn stochern würden. Es tue auch weh, klagten sie. Es sei furchtbar. Als ich am Dienstagnachmittag um 15 Uhr nun nach Rapperswil fahre, habe ich schon ein mulmiges Gefühl. Nicht wegen des Virus', vor dem habe ich keine Angst. Sondern ich will ja schliesslich nicht, dass mir ein Arzt mit einem Stäbchen im Gehirn rumfuchtelt.

Unsicherheit

Als ich dort ankomme, muss ich erstmal eine halbe Stunde in einem Container warten. Wieso, sagt mir keiner. Sie drücken mir mein Testkit in die Hand. Fast so, als müsste ich den Test selber durchführen. Mein mulmiges Gefühl wird immer stärker, bis die Verantwortlichen mich endlich abholen. Ich atme tief durch und stürze mich ins Ungewisse.

Drinnen im Arztzimmer warte ich auf den Doktor. Als dieser eintritt, fragt er erstmal, wieso ich einen Test machen muss und welche Symptome ich hätte. Als wir alles geklärt haben, macht er das Testkit bereit. Mir ist die Unsicherheit wohl anzusehen. Denn er sagt: «Sie müssen keine Angst haben, es tut nicht weh». Nicht weh? Wie soll ein Stäbchen im Kopf drin nicht wehtun? Der Doktor nimmt mir meine Unsicherheit sofort. Er verstehe nicht, wieso alle das Teststäbchen in die Nase stecken würden. Es reiche völlig, einen Abstrich im Mund zu machen. Erleichtert atme ich durch. «Öffnen Sie den Mund und machen Sie 'Aaaa'», sagt der Doktor und macht den Abstrich in wenigen Sekunden – im Mund, nicht in der Nase oder im Gehirn. Es ist überhaupt kein schlimmes Gefühl. Sondern ganz normal.

War's das schon, frage ich mich? Ist das wirklich so einfach? Ja, sagt der Doktor. Er müsse nur noch schnell mein Herzschlag abhören, dann dürfe ich gehen. So packe ich erstaunt meine sieben Sachen zusammen, gehe nach Hause und warte bis am Mittwoch am frühen Abend auf mein Testergebnis. Es ist negativ.

Lars Morger , March24 & Höfe24/Toggenburg24